Der Schulzirkus kommt - Selbstvertrauen und Teamgeist in der Manege erfahren

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„Ich hoffe, dass diese Projekttage für die Kinder noch jahrelang in ihrer Erinnerung ein Highlight sind“, sagt Adelheid Bohn, Schulleiterin der bischöflichen Sekundarschule am Stoppenberg.


In der vergangenen Woche fand ein außergewöhnliches Projekt im Schulzentrum am Stoppenberg statt. Das Thema war der Zirkus und im Zuge dessen wurden die Klassen- und Schulgrenzen für die Kinder der Jahrgangsstufe sieben sowohl der Sekundarschule als auch des Gymnasiums aufgebrochen. Insgesamt waren elf Klassen mit über 300 Schülern daran beteiligt, wobei diese für die einzelnen Projekte wild durcheinander gemischt wurden. Ziel dieses schulübergreifenden Projektes ist die Förderung des Miteinanders zwischen der Sekundarschule und dem Gymnasium. Nebenbei wurden die Schüler dazu animiert, neue Talente für sich zu entdecken und auch neue Kontakte zu Mitschülern zu knüpfen, denen sie in der Regel auf dem großen Schulgelände niemals begegnet wären. Der Höhepunkt dieser Projektwoche waren die Galavorstellungen von Donnerstag bis Samstag.

Mit professioneller Unterstützung zum Ziel

Unterstützung fand das Projekt durch den Kleinzirkus „Jonny Cassely“. Auf dem großen Sportplatz des Schulzentrums schlug er für eine Woche seine Zelte auf. Im Zentrum des Projektes standen aber nicht die Artisten vom Zirkus, sondern die Schüler selbst. Sie wurden zu den Hauptdarstellern und entwickelten mit dem Team vom Zirkus eine Reihe von Nummern. Schon bei den Proben wurde deutlich, dass jeder der Beteiligten die Vorbereitung ernst nahm. Die Kinder waren mit viel Freude, Begeisterung und Einsatz bei der Sache. Aber auch das Team vom Zirkus war mit großem Engagement dabei. „Es ist natürlich eine andere Art von Arbeit als mit unseren Akrobaten, aber mir macht es großen Spaß und die Kinder arbeiten sehr hart“, berichtet Antonio Cassely, Clownstrainer beim Zirkus. Natürlich ist eine Woche nur eine kurze Zeitspanne, um wirklich ausgereifte Zirkusnummern präsentieren zu können. „Insgesamt hatte jede Gruppe nur ca. viereinhalb Stunden Zeit, aber dafür laufen die Proben schon sehr gut und friedlich“, führt Cassely weiter aus. Am Montag präsentierte das Zirkusteam die Workshops für die Vorstellungen. „Die Wahl der Gruppen stand den Kindern frei, nur bei den schwierigeren Attraktionen wie dem Trapez mussten wir eine Auswahl treffen“, schildert Cassely. Die Probezeit umfasste hauptsächlich die Tage Dienstag bis Donnerstag. Das fleißige Lernen und das harte Training zahlten sich aus, denn was den Kindern an Zeit fehlte, glichen sie durch ihren Einsatz wieder aus. „Uns macht es großen Spaß und wir kommen alle super miteinander aus“, so die einstimmige Meinung der Gruppe von 12- bis 13-jährigen Jungen und Mädchen, die mit Cassely mehrere Nummern für die Gala am Samstag Mittag geprobt haben. Selbstverständlich möchte Cassely, dass die Nummern perfekt sind, aber der Spaß soll im Vorgrund stehen. „Klar fällt uns im Gegensatz zum Publikum eher auf, wenn bei den Nummern Fehler passieren, aber wir möchten hauptsächlich den Kindern und natürlich auch dem Publikum den Spaß vermitteln“, gesteht Cassely.

Nicht nur für die Schüler eine Herausforderung

Desweiteren wurden die Arbeiten im Zelt durch zahlreiche Projekte rund um das Thema Zirkus ergänzt. Dies beinhaltete die Erstellung von Cateringobjekten oder auch Bastelarbeiten.
Im Fokus der Betreuung dieses Unternehmens war ein Vorbereitungsteam von Lehrern, welche sich schon Wochen vorher Gedanken um die Projektwoche gemacht haben. „Ohne das große Engagement der Lehrer, welche zahlreiche Überstunden gemacht haben, würde dieses Projekt niemals so gut funktionieren“, erzählt Adelheid Bohn, Schulleiterin der bischöflichen Sekundarschule am Stoppenberg, voller Stolz.
Auch für das Team der Lehrer war diese Woche eine neue Erfahrung. Genau wie die Schüler wurden auch sie bunt durcheinander gewürfelt, sodass sie innerhalb des Projektes erstmalig mit Schülern der anderen Schulform zusammenarbeiten.

Mut für Neues

Normalersweise sind Zirkusprojekte eher im Zusammenhang mit Grundschulen zu finden, aber am Stoppenberg entschloss man sich eine derartige Veranstaltung für die Sekundarstufe sieben anzubieten, weil hierbei auf der einen Seite die Zirkusvorführung eine gewisse Faszination ausübt und auf der anderen Seite dadurch die Schüler dazu ermuntert werden, neue Dinge auszuprobieren. „Wir möchten einfach, dass die Schüler neue Fähigkeiten für sich entdecken, die der normale Schulunterricht niemals bieten könnte“, schildert Bohn.
Das endgültige Ziel bei diesem Projekt sollte neben dem Spaß die Stärkung des Selbstbewusstseins und die Entwicklung der Fähigkeit, in einer Gruppe etwas auf die Beine Stellen zu können, sein. Am Ende waren sich die Schüler aber bei einer Sache einig: „Wir finden es schade, dass es nur eine Woche war, denn es macht uns allen großen Spaß.“ Weitere Projekte dieser Art sind ebenfalls angedacht.

Autor:

Marvin Grothus aus Gelsenkirchen

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