DELA darf wieder - Recyclingunternehmen und Bezirksregierung einigen sich

Freude über die erfolgreich abgeschlossenen Vertragsverhandlungen bei Regierungsvizepräsident Roland Schlapka und DELA-Geschäftsführer Christian Bonmann.
  • Freude über die erfolgreich abgeschlossenen Vertragsverhandlungen bei Regierungsvizepräsident Roland Schlapka und DELA-Geschäftsführer Christian Bonmann.
  • Foto: Foto: DELA
  • hochgeladen von Patrick Torma

Was macht die Firma DELA auf ihrem Grundstück in Karnap? In einem Fernsehbericht wurde dem Unternehmen der unsachgemäße Umgang mit radioaktiven Bohrschlämmen aus den Niederlanden vorgeworfen. Ein öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen DELA und der Bezirksregierung Düsseldorf soll nun die nötige Transparenz gewährleisten.

Das Thema DELA hatte es sogar bis in den Bundestag geschafft, mit Hilfe einer kleinen Anfrage wollte die Grünen-Fraktion nähergehende Informationen einholen. Wirklich konkret fiel die Antwort der Bundesregierung nicht aus, handelt es sich bei den Bohrschlämmen doch um sogenannte NORM-Stoffe, also um natürlich vorkommende radioaktive Materialien, deren Verarbeitung in der Regel keiner behördlichen Kontrollpflicht im atom- & strahlenrechtlichen Sinne unterliegt.

Was Anwohner und Lokalpolitiker natürlich stutzig werden ließ, insbesondere die Bürgerliste Nord, die kurz nach Ausstrahlung des Berichts im Frühjahr einen Sachstand einforderte. Den lieferte die Bezirksregierung, die die Lagerung der NORM-Stoffe für angemessen hielt: „Im konkreten Fall resultiert aus der Lagerung keine Gefährdung der Bevölkerung.“

Zwar hatte das Recyclingunternehmen 2008 die Genehmigung aus Düsseldorf erhalten, die in der niederländischen Erdöl- und -gasförderung angefallenen Schlämme zu importieren, bei der Abwicklung des Rücktransports der Rückstände sei die DELA-Geschäftsführung jedoch „auf Unstimmigkeiten in den geltenden Vorschriften“ aufmerksam geworden.

„Die Öffentlichkeit muss auch nachvollziehen können, dass alle Beteiligten verantwortlich und mit einem Höchstmaß an Sicherheit handeln“, erklärt Geschäftsführer Christian Bonmann. Deshalb habe sich der Betrieb freiwillig bereit erklärt, die Bearbeitung der leicht radioaktiven Materialen bis zur Klärung der offenen Fragen auszusetzen. Eine Einschätzung, die Ortspolitiker sicherlich nicht teilen dürften. Noch vor wenigen Tagen betonte EBB-Bezirksvertreter Michael Schwamborn beispielsweise: „Dem politischen Druck ist es zu verdanken, dass die Verwertung erstmal stillsteht.“

Mit dem nun unterschriebenen Vertrag wird die DELA GmbH den Im- und Export der Bohrschlämme wieder aufnehmen. Um Transparenz zu garantieren, haben sich Unternehmen und Bezirksregierung auf „umfassende Kontroll- und Überwachungsmöglichkeiten“ geeinigt.

Dabei soll es nicht nur bei den Möglichkeiten bleiben, wie Stefanie Paul aus dem Presseamt der Bezirksregierung beteuert: „Als Konsequenz wird DELA zusätzliche Einrichtungen installieren, an denen sich die Messwerte ablesen lassen. Und dies wird auch passieren.“

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