Filmabend zum Gaza-Krieg im Courage-Zentrum

Den Dokumentarfilm „Wir weigern uns, Feinde zu sein!“ von Stefanie Landgraf und Johannes Gulde zeigt die Essener Ortsgruppe des Frauenverbands COURAGE am 9. August. In der Einladung von COURAGE heißt es zu dem Film:

Jugendliche aus Deutschland treffen Jugendliche aus Palästina und Israel um den Krieg in Nahost zu begreifen. Sie reisen gemeinsam durch das besetzte Westjordanland und durch Israel, treffen Betroffene beider Seiten und bekommen eine völlig andere Sicht auf die Dinge…
"Der Staat Israel ist ein verwirklichter Traum", so der Holocaust-Überlebende Reuven Moskcovitz im Gespräch mit den Jugendlichen. "Tatsache aber ist, daß seine Fundamente nicht auf Liebe und Frieden gebaut sind. Ich möchte mein Leiden nicht in den Dienst einer Gewalt- und Kriegspolitik gestellt sehen, mit der die Palästinenser als Vertriebene und Heimatlose verewigt werden."
Wir freuen uns auf eine lebhafte, kontroverse Diskussion!

Samstag, 9. August, 18 Uhr
Filmabend im Couragezentrum
„Wir weigern uns, Feinde zu sein!“
Eintritt 1,50€, Fingerfood zu kleinem Preis.
Couragezentrum Essen,
Goldschmidtstraße 3/ Ecke Engelbertstraße

Hier ein Auszug aus einer Erklärung des des Bundesvorstands des Frauenverbands Courage e.V. vom 25.7.14

Solidarität mit der Bevölkerung des Gaza-Streifens –
Schluss mit dem israelischen Kriegseinsatz!

Mit Entsetzen und Empörung verfolgen wir Frauen vom Frauenverband Courage e.V. das Vorgehen der israelischen Armee gegen die wie in einem Gefängnis eingeschlossene, wehrlose Zivilbevölkerung des Gaza-Streifens.
Wir stehen wohlgemerkt weder auf der Seite der fundamentalistischen Hamas, noch sind wir antisemitisch. Aber wir stehen auf der Seite des palästinensischen Volkes und seines anhaltenden Widerstand gegen die fast 50 Jahre andauernde israelische Besatzung und Unterdrückung, gegen die Zerstörung seiner wirtschaftlichen Grundlagen und die systematische Untergrabung seiner Lebensverhältnisse. Wir stehen auf der Seite der Israelis, die in Israel für den Abbau illegaler Siedlungen und für die Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates eintreten, was bei uns in der Presse weitgehend verschwiegen wird. ...

Im Gaza-Streifen leben aufgrund der siebenjährigen Blockade 80% der Menschen unter der Armutsgrenze, haben keine ausreichende Gesundheitsversorgung und sind abhängig von internationaler Hilfe. Das erschwert vor allem den Alltag der Frauen ungemein, von den fehlenden Zukunftsperspektiven für die Jugend ganz zu schweigen. ...

Ein sechsjähriges Palästinenserkind hat in seinem Leben bereits drei Kriege erlebt! Dies zeigt drastisch, unter welchen Bedingungen Kinder im Gaza-Streifen aufwachsen müssen.
Begründet wird die Militäroperation mit Raketenangriffen der Hamas und der Zerstörung ihrer Versorgungstunnels und Stellungen. Der Verdacht liegt nahe, dass in Wahrheit diese Operation längst vorbereitet war. Sie richtet sich gegen die gesamte palästinensische Bevölkerung. Die französischen „Ärzte ohne Grenzen“ schreiben: „Was wir aber hier vor Ort sehen, ist willkürliches Bombardement, und die Opfer sind Zivilisten.“ Gezielt werden Wohngebiete, Kliniken, Ambulanzen, Krankenwagen, Schulen, Einrichtungen für behinderte Menschen, die Wasserversorgung und das Abwassersystem aus der Luft und vom Boden beschossen. ...

Wir stehen auf der Seite der Menschen in Palästina und in Israel, die gegen den Krieg und die Besatzung demonstrieren und dafür in Kauf nehmen, verhaftet oder wie am 12. Juli in Tel Aviv von radikal-jüdischen und faschistischen Schlägertrupps durch die Straßen gejagt und verprügelt zu werden, auf der Seite der Frauen, die besonderen Drangsalierungen ausgesetzt sind. So berichtet der Büroleiter von medico international in Ramallah, dass es an der Tagesordnung ist, dass Besatzungsgegnerinnen als „Araberhuren“ beschimpft und ihnen sexuelle Gewalt angedroht wird. Wir verurteilen aber auch die bundesdeutsche Presse und zahlreiche Regierungsvertreter, die jede Kritik an der israelischen Regierungspolitik als wiederaufflammenden Antisemitismus diffamiert. ...

(Die ganze Erklärung und Quellennachweise unter: www.couragezentrum-essen.de)

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