Freikarten für Aufsichtsratsmitglieder bei Theater, Philharmonie und Messe
Grüne: Antrag von SPD, CDU und FDP - ein falsches Signal in Zeiten knapper Kassen

Der Besuch von Premieren für den hohen Konzert oder Operngenuß ist nicht immer billig. Ob nun aber die Aufsichtsräte der städtischen Theater u. Philharmonie GMBH nun unbedingt jede neue Aufführung gleich ersten Tag kostenfrei besuchen können sollen, darf sicher kritisch hinterfragt werden. Aufsichtsräte erhalten für ihre Arbeit schließlich deutlich höhere Entschädigungen als es zum Beispiel einem einfachen Mitglied im städtischen Kultur- oder im Sozialausschuss zusteht ( das aktuelle Sitzunggeld beträgt hier 20,30 €)
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  • Der Besuch von Premieren für den hohen Konzert oder Operngenuß ist nicht immer billig. Ob nun aber die Aufsichtsräte der städtischen Theater u. Philharmonie GMBH nun unbedingt jede neue Aufführung gleich ersten Tag kostenfrei besuchen können sollen, darf sicher kritisch hinterfragt werden. Aufsichtsräte erhalten für ihre Arbeit schließlich deutlich höhere Entschädigungen als es zum Beispiel einem einfachen Mitglied im städtischen Kultur- oder im Sozialausschuss zusteht ( das aktuelle Sitzunggeld beträgt hier 20,30 €)
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Schmutzler-Jäger: Antrag von SPD, CDU und FDP sendet falsches Signal in Zeiten knapper Kasse aus

In der Ratssitzung am 10 Juli beantragten die Fraktionen von SPD, CDU und FDP, dass die vom Rat entsandten Aufsichtsratsmitglieder der Theater und Philharmonie GmbH (TUP) neben der bereits beschlossenen Grundvergütung und dem Sitzungsgeld als weiteren Vergütungsbestandteil einen Anspruch auf Abruf von bis zu 25 Eintrittskarten zu Veranstaltungen der TuP je Spielzeit erhalten sollen. Die Mitglieder des Messe-Aufsichtsrats sollen einen Anspruch auf Abruf von bis zu 10 Eintrittskarten zu Veranstaltungen der Messe Essen pro Kalenderjahr erhalten. Dazu erklärt Hiltrud Schmutzler-Jäger, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion der Grünen:
„Dieser Antrag sendet in Zeiten knapper Kassen ein komplett falsches Signal aus. Während einerseits der Rat über eine dringend benötigte Altschuldenhilfe von Bund und Land für die hoffnungslos überschuldete Stadt Essen spricht und die Einhaltung der Ehrenordnung und Transparenz zu Recht von den gewählten Kommunalpolitikern erwartet und gefordert wird, erweitern andererseits SPD, CDU und FDP die Privilegien für Ratsmitglieder von zwei ausgewählten Aufsichtsräten.
Ein Jahr vor der Kommunalwahl und nach fünfjähriger Mitwirkung der Aufsichtsratsmitglieder in den jeweiligen Aufsichtsräten wirkt diese Maßnahme etwas schamlos. Wenn überhaupt, sollten solche neuen Vereinbarungen nach der Kommunalwahl für neue Ratsmitglieder diskutiert und eine generelle Regelung für alle Aufsichtsräte der Stadt getroffen werden.
Im Übrigen darf man von Ratsleuten, die sich in den TUP-Aufsichtsrat wählen lassen, ein solch hohes kulturelles Interesse erwarten, dass sie den Theater- und Konzertbesuch nicht von kostenlosen Eintrittskarten abhängig machen.“

Der Besuch von Premieren für den hohen Konzert oder Operngenuß ist nicht immer billig. Ob nun aber die Aufsichtsräte der städtischen Theater u. Philharmonie GMBH nun unbedingt jede neue Aufführung gleich ersten Tag kostenfrei besuchen können sollen, darf sicher kritisch hinterfragt werden. Aufsichtsräte erhalten für ihre Arbeit schließlich deutlich höhere Entschädigungen als es zum Beispiel einem einfachen Mitglied im städtischen Kultur- oder im Sozialausschuss zusteht ( das aktuelle Sitzunggeld beträgt hier 20,30 €)
Gratiseintrittskarten für Aufsichtsräte der Messe Essen, hier die Equitana, waren ein Streitthema de rletzten Ratssitzung. Sicher sollten Mitglieder im Messeaufsichtsrat auch darüber informaiert sein, was sich unter den diversen Veranstaltungen des jährlichen Messeprogramms so alles abspielt. Nach dieser Logik müssten dann aber Mitglieder im Kulturausschuss auch gratis leseausweise der Stadtbücherei erhalten oder die Kolleg*innen im Sportausschuss freien Eintritt in den Frei- und Hallenbädern - was alles nicht der Fall und auch nciht beantragt wurde.

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