Jutta trifft … Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen (BStU)

„Ich bin kein Mensch, der nachtragend ist, das hilft ja nicht. Mein Umgang mit der Vergangenheit besteht darin, dass ich versuche aufzuklären. Aufzuklären über die Mechanismen des Staates und warum Menschen so gehandelt haben, wie sie es taten. Ich möchte dazu beitragen, dass auch kommende Generationen daraus lernen können.“, so Roland Jahn, der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen (BStU) in einem seiner Interviews.

Auch im 25. Jahr der Deutschen Einheit ist es wichtig, auf die Bedeutung und NICHT vorhandene Selbstverständlichkeit von Freiheit aufmerksam zu machen. Die eindrucksvolle Ausstellung des BStU „Feind ist, wer anders denkt“ zeigt deutlich, wie die DDR-Diktatur funktionierte und der Staat die Bevölkerung kontrolliert hat.

Zum Abschluss dieser Ausstellung spricht Roland Jahn mit Schülerinnen und Schülern in einer öffentlichen Veranstaltung über seine persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen. Zusammen mit dem Historischen Verein Essen, wird deutlich, wie die Stasi auch in Essen agieren konnte.
Roland Jahn wurde überwacht, denunziert, verhaftet und aus der damaligen DDR ausgebürgert. Von West-Berlin aus kämpfte er als Journalist und mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln weiter gegen die Diktatur der DDR. Mit dem Fall der Mauer beginnt für Roland Jahn, als Autor und Redakteur des ARD Fernsehmagazins "Kontraste", eine intensive journalistische Auseinandersetzung mit der Hinterlassenschaft der DDR Diktatur. 2011 wird er schließlich vom Deutschen Bundestag zum Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen gewählt.

Die Veranstaltung findet statt am 22. September 2015 um 11.00 Uhr in der Realschule am Stoppenberg, Im Mühlenbruch 47, 45141 Essen.
Aus organisatorischen Gründen wird um eine Rückmeldung bis zum 18. September 2015 gebeten (jutta.eckenbach@bundestag.de oder telefonisch: 030 227-72567).

Autor:

Jutta Eckenbach aus Essen-Nord

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