„Nazi-Bilder nutzt man nicht, sondern verbannt sie“
Mit Keuters Whatsapp-Bildern lässt AfD erneut ihre Maske fallen

Der Grüne Bundestagsabgeordnte Kai Gehring in der Essener City während einer Kundgebung gegen einen rechten Aufmarsch.
  • Der Grüne Bundestagsabgeordnte Kai Gehring in der Essener City während einer Kundgebung gegen einen rechten Aufmarsch.
  • hochgeladen von Walter Wandtke

Das Nachrichtenmagazin Stern hat gemeinsam mit dem Recherchekollektiv Correctiv ans Licht gebracht, dass der Essener AfD-Bundestagsabgeordnete Stefan Keuter bei Whatsapp eifrig Bilder mit Bezug zum Nationalsozialismus verbreitet. Dazu erklärt Kai Gehring, GRÜNER Bundestagsabgeordneter für Essen:
„Keuters Whatsapp-Bilder lassen einmal mehr die Maske der AfD fallen. Mich empört, dass Keuter mit einer Nähe zum Nationalsozialismus zu kokettieren scheint – mit einer Zeit also, die für Unrecht, Unterdrückung und industriellen Massenmord an Abermillionen steht und auch unserer Heimatstadt Essen Tod und Zerstörung brachte.

NSDAP-Insignien zu nutzen und so die massenmordende NS-Diktatur zu verharmlosen, ist keine Lappalie, sondern einfach nur beschämend, skandalös und ekelerregend. Nazi-Bilder nutzt man nicht, sondern verbannt sie. Die Gerichte werden zu prüfen haben, inwieweit sich der Essener AfD-Abgeordnete strafbar gemacht hat. Trotz Lippenbekenntnissen gegen Neonazis dürfte Keuter von seiner Parteispitze keine Konsequenzen fürchten müssen – wie schon Höcke, Gedeon und all die anderen.

Als Essener Bürgerschaft und Demokrat*innen dürfen wir den Neonationalisten und Neonazis von der AfD nicht auf den Leim zu gehen: Sie machen unsere Demokratie nicht lebendiger, sondern wollen sie mit ihrer braunen Propaganda vergiften und gefährden.

Ob denunziatorischer Lehrer-Pranger, das Streuen von Falschmeldungen in den sozialen Medien oder die Herabwürdigung ganzer Gruppen von Menschen – einziges Streben der AfD ist, die Gesellschaft zu spalten. Nach außen hin tut die AfD-Spitze so, als ob sie Härte gegen Neonationalisten und Neonazis in den eigenen Reihen zeigen würde – das ist aber nichts anderes als Blendwerk. Darum ist klar: Wem an unserer Demokratie gelegen ist, macht um die Totengräber von der AfD einen großen Bogen.“

Link zu einem Hintergrundbericht des Stern Magazin über Stefan Keuter

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