Verkehrspolitische Geisterfahrer im Autofetischrausch
Rückenwind für den A52-Ausbau? Unsinn! Der Gegenwind bläst...

  • Foto: Die verkehrspolitischen Fragestellungen des 21. Jahrhunderts mit den Antworten des 20. Jahrhunderts beantworten zu wollen ist grob fahrlässig. (Reinhard Schmidt)
  • hochgeladen von Susanne Demmer

Hört, hört, was Herr Uwe Kutzner (CDU) sagt : "Der aktuelle Zustand ist für die Anwohner in Altenessen eine Qual. Was da bislang auf der Gladbecker Straße an Abgasen allein durch die ständigen Staus verursacht wird, ist unerträglich". Bravo, er hat den Nagel auf den Kopf getroffen.
Dass Herr Kutzner als Lösung für diese "unerträgliche Qual" die unwahrscheinliche Inbetriebnahme einer Autobahn im Jahr 2045 anbietet, ist wiederum ein Schlag in die Magengrube der Gequälten.

Gegenwind

"Wenn wir weiter die Kämpfe von vorgestern für die Lösungen von gestern ausfechten, werden wir nichts erreichen, nicht für diese Stadt und nicht für die Region." sagt der Stadtplaner Reinhard Schmidt. Er hält es für grob fahrlässig, die verkehrspolitischen Fragestellungen des 21. Jahrhunderts mit den Antworten des 20. Jahrhunderts beantworten zu wollen. Er weiß, dass weder Herr Kutzner noch er die Autobahn je befahren werden.

Kostenfakten

Ferner verweist Schmidt auf die Kosten: "In Berlin wird gerade wieder zum Sparen aufgerufen (sechs Kilometer A52 sind mit einer Milliarde Euro Baukosten extrem teuer), der Bundesverkehrswegeplan steht bis 2030 (hier steht die A52 nicht im vordringlichen Bedarf) und eine Lex A52 wird es nicht geben.
Einfach die Fakten zur Kenntnis nehmen: Niemand bezahlt eine A52 im Tunnel. Herr Wüst verweigert laut WAZ Duisburg beim Ausbau der A59 dringend notwendige Tunnel aus Kostengründen, zu teuer! Warum sollte er in Essen für die Jahre nach 2030 und einer Inbetriebnahme 2045 mehr bieten?"

Lösungen?

Wer Interesse an zeitnahen Lösungen hat, muss die Scheuklappen abnehmen und nicht den Status quo bis in alle Ewigkeit verlängern. Deshalb wäre der Versuch einer Umweltspur auf der Gladbecker Straße jetzt das richtige Mittel. Wenn das Chaos ausbricht kann man das ja wieder zurücknehmen.

Man muss nicht alles neu erfinden, es gibt viele europäische Metropolen, die einiges zu bieten haben, unter anderem Umweltspuren, die schon jetzt ein Erfolgsmodell sind.


Autor:

Susanne Demmer aus Essen-Nord

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