Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs zum Bürgerrathaus
Schmutzler-Jäger: Zweckbau setzt keinen städtebaulichen Akzent

Planansicht des prämierten Siegerentwurfs für das künftige Bürgerathaus, das anstelle der früheren Hauptbads und des Jobcentergebäudes entstehen soll.
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  • Planansicht des prämierten Siegerentwurfs für das künftige Bürgerathaus, das anstelle der früheren Hauptbads und des Jobcentergebäudes entstehen soll.
  • Foto: Walter Wandtke
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Angesichts der Ausstellung der verschiedenen Entwürfe und des Siegerbeitrags des Architektenwettbewerbs zum neuen Bürgerrathaus erklärt Hiltrud Schmutzler-Jäger, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion der Grünen:
„Der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs zum Bürgerrathaus hat die Ratsfraktion der Grünen nicht überzeugt. Für ein rein funktionales Verwaltungsgebäude ohne jedwede städtebauliche Berücksichtigung des Innenstadtumfeldes hätten wir keinen Architektenwettbewerb benötigt. Der Siegerentwurf, der als unmotivierter Hochhausklotz ohne Wiedererkennungswert daherkommt, ist auf Zweckmäßigkeit ausgelegt und greift lediglich die langweilige Formsprache der nahe gelegenen Hochhäuser auf. Angesichts der im nahen Umfeld liegenden hochwertigen Architektur der alten Synagoge, der altkatholischen Friedenskirche sowie dem zukünftigen Neubau der Frida-Levy-Gesamtschule wurde mit diesem prämierten Entwurf eine Chance vertan, für die nächsten 30 bis 50 Jahre einen wirklichen städtebaulichen Akzent zu setzen, der in die Innenstadt ausstrahlt.
Andere eingereichte Entwürfe haben uns hingegen deutlich mehr überzeugt. Die gegen sie vorgebrachten Argumente einer unzureichenden Raumplanung und eines fehlenden Brandschutzes hatte man durch eine Weiterentwicklung der Entwürfe sicherlich aushebeln können.“

Planansicht des prämierten Siegerentwurfs für das künftige Bürgerathaus, das anstelle der früheren Hauptbads und des Jobcentergebäudes entstehen soll.
Noch ist der Bauplatz des neuen Bürgerathauses zwischen Varnhost- und der Steeler Strasse anderweitig belegt: Das hier etwas durch Bäume versteckte frühere Hauptbad wurde anfang der sechziger Jahre durchaus als spannende architektonische Perle geplant Das ehemalige Gesundheitsamt und heutige graue Job-Center daneben ist ein reiner Zeckbau. -Städtische Neubauten in dieser zentrale lage dürfen aber nicht nur funktional sein, sie sollten auch gestalterisch eine positive Botschaft für Essen ausstrahlen.
Autor:

Walter Wandtke aus Essen-Nord

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