Sturm-Folgen: Kann das Altenessener Stadtteilfest wie geplant stattfinden?

Nur drei Tage nach "Ela" gab es den Termine "Altenessen barrierefrei" auf dem Karlsplatz.
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Altenessen ohne Stadtteilfest? Das hätte es seit 19 Jahren nicht gegeben. Dennoch können die Organisatoren von der Interessengemeinschaft Altenessen den Gedanken für dieses Jahr nicht ganz ausschließen. Schuld ist wieder mal Sturmtief „Ela“.

In der Folge des Jahrhundertereignisses vom Pfingstmontag wurden schon etliche Veranstaltungen abgesagt. Das geschieht nach wie vor, wie der „Tag im Park“ zeigt, der vom Kaiserpark zum Außengelände der Zeche Carl verlegt wurde, nun aber auch dort am 24. August nicht durchgeführt werden darf.

Die Stadt arbeitet immer noch das Straßennetz ab, überprüft die Bäume auf Standsicherheit. In dem für das Altenessener Stadtteilfest benötigten Bereich wurde bisher lediglich die Vogelheimer Straße besichtigt und frei gegeben, nicht aber Karl- und Johanniskirchstraße. Und die Altenessener Straße wurde nur in ihrem südlichsten Abschnitt nahe Viehofer Platz überprüft. Das nützt beim Fest nichts.

Stadt kann rechtzeitige Genehmigung nicht zusichern

Seitens der Stadt wird betont, keine rechtzeitige Überprüfung der Örtlichkeit versprechen zu können. Dabei fanden gleich nach dem Sturm auf Markt und Karlsplatz schon Veranstaltungen statt.
Nur drei Tage nachdem „Ela“ Stadt und Land heimsuchte, ging „Altenessen barrierefrei“ auf dem Karlsplatz über die Bühne. Wiederum zwei Tage später fand „Komma kucken“, die Jobbörse für Jugendliche, auf dem Markt statt. Nun aber bangt die Interessengemeinschaft Altenessen um ihr fürs dritte Septemberwochenende geplantes Stadtteilfest, und auch für den Stoffmarkt ist keine Genehmigung in Sicht.
Kurios, wie Martin Rätzke, Referent im städtischen Presseamt, zugibt: „In den ersten Tagen nach dem Sturm gab es gerade auch im Ordnungsamt, wo Sondernutzungserlaubnisse erteilt werden, intern ein Chaos. Alle mussten sich erst mal sortieren, noch hatte keiner auf dem Schirm, dass Veranstaltungsgenehmigungen hätten überprüft werden müssen.“

Veranstalter könnten Gutachten selber finanzieren

Mittlerweile aber habe das Amt Gespräche mit allen Veranstaltern geführt und mitgeteilt, dass die rechtzeitige Kontrolle durch Sachverständige von Grün und Gruga nicht zugesichert werden könne. „Aber“, so Rätzke, „alle haben entweder die Möglichkeit, die Örtlichkeit zu ändern - das geht in Altenessen allerdings nicht gut - oder auf eigene Kosten Gutachter zu beauftragen.“ Nach deren OK stehe der Sondernutzungserlaubnis auch kurzfristig nichts im Wege. Gewiss bedeute das für die Veranstalter zusätzliche Kosten, aber mehrere hätten die bereits auf sich genommen.

Auch die Interessengemeinschaft Altenessen erwägt diese Lösung, möchte aber erst noch versuchen, gemeinsam mit Verwaltung und Politik einen anderen Weg zu finden. Schließlich gehe es auf der benötigten Fläche nur um die Überprüfung einiger weniger Bäume. Gegebenenfalls, so Vorsitzender Peter-Arndt Wülfing, könne man über eine geringfügige Verkleinerung des Festbereiches nachdenken.
Aus Kettwig wird ein Kompromiss fürs dortige Brunnenfest bereits signalisiert.

Nur drei Tage nach "Ela" gab es den Termine "Altenessen barrierefrei" auf dem Karlsplatz.
Auf dem Markplatz fand fünf Tage nach dem Sturm die Jobbörse "Komma kucken" statt. Für die zum Stadtteilfest gehörende Kirmes gibt es aber noch keine Genehmigung.
Autor:

Sabine Pfeffer aus Essen-Süd

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