Der Uhu ist zurück in Essen

Ein mächtiger Vogel, aber farblich perfekt seinem Umfeld angepasst und deshalb gar nicht so leicht zu erspähen: der Uhu. Foto: Soest
  • Ein mächtiger Vogel, aber farblich perfekt seinem Umfeld angepasst und deshalb gar nicht so leicht zu erspähen: der Uhu. Foto: Soest
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  • hochgeladen von Sabine Pfeffer

Erwartet wurde er seit Jahren, jetzt hat er sich tatsächlich niedergelassen: Der Uhu ist zurück in Essen. Nahe der Ruhr hat er sich ein Domizil ausgewählt und ein Weibchen angelockt, so dass die Vogelschützer sich jetzt Hoffnung machen auf die erste Uhu-Brut seit vielen Jahren.
Bubo bubo (so sein wissenschaftlicher Name) ist eine jener Erfolgsgeschichten des Naturschutzes der letzten Zeit. Wenig genug gibt es davon, aber immerhin ist die größte heimische Eulenart längst nicht mehr so selten, wie sie es noch Mitte des 20. Jahrhunderts war.
Dennoch benötigt der Uhu Schutzmaßnahmen, damit der Bestand gesichert wird. Schon deshalb macht Rainer Soest den genauen Fundort nicht öffentlich. Er und andere betreuen in der Eulen-Arbeitsgemeinschaft des Naturschutzbund Ruhr (Nabu) die Eulenvögel in Essen. Mit der Neuansiedlung sind fünf Arten der überwiegend nachtaktiven Vögel dort vertreten: Steinkauz, Schleiereule, Waldkauz, Waldohreule und neuerdings auch der Uhu.
Das Rufen der beiden letzteren kann von weniger erfahrenen Lauschern schon mal verwechselt werden. Sobald man den stattlichen Uhu aber zu sehen bekommt, ist alles klar: Bis zu 70 Centimeter wird er hoch, und seine Flügelspannweite von bis zu 180 Centimetern wird nicht von vielen Vogelarten übertroffen.
Sein Speiseplan ist vielseitig. Feldmäuse, Ratten und Igel, Kaninchen und Feldhasen, Vögel von Singvogel- bis Bussardgröße, gelegentlich sogar Fische oder Amphibien - das alles zählen Nabu-Experten auf.Schon seit Jahren siedeln Uhus in der Umgebung des Essener Südens. Erst wurden sie in Wülfrath beobachtet, dann auf Heiligenhauser Gebiet. In die Freude der Fachleute über die Ansiedlung mischt sich die Sorge um den Schutz des Standorts. Rainer Soest: „Mittlerweile sind ein Männchen und ein Weibchen ganz klar identifiziert, so dass es wahrscheinlich zu einer Brut kommt, die natürlich so ungestört wie möglich ablaufen sollte.“

Autor:

Sabine Pfeffer aus Essen-Kettwig

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