Nasses Missvergnügen in den Freibädern

Gut Platz war in den letzten Tagen im Werksschwimmbad auf der Kokerei Zollverein. Kein Wunder: Heizung ist nicht.
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Auf Grund des regnerischen und kalten Sommeranfangs verzeichnen die Freibäder im Vergleich zum Vorjahr vielfach extremen Besucherrückgang.

„Wir haben schon gedacht, dass das vergangene Jahr von den Besucherzahlen her das schlechteste Schwimmbadjahr in unserer langjährigen ,Freibad-Laufbahn‘ sei“, erklären Georg Schwiderski (Badleiter des Grugabades) und Dominik Waap(Schwimmeister). „Doch der diesjährige Sommeranfang hat alles in den ,regnerischen‘ Schatten gestellt. Wenn sich das Schmuddelwetter bis zum Ferienende hält, dann fahren wir die schlechteste Saison übehaupt ein. Wenn sich das Wetter nicht schlagartig ändert und wir in den letzten drei Wochen der ferien nicht einen Hitze-Ausbruch bekommen, dann können wir dieses Jahr abschreiben.“
Werde es nochmal heiß, dann könnte man von den Besucherzahlen her den Sommer als ,normalen Durchschnitt“ betiteln. Momentan aber wurden die Öffnungszeiten heruntergefahren. Es ist an Werktagen nur von 6-10 Uhr und von 14-20 Uhr geöffnet. Am Wochenende bleibt die Öffnungszeit von 8 bis 20 Uhr bestehen. „Sollte der Sommer ausbrechen, dann schwenken wir natürlich wieder auf 6-20 Uhr unter der Woche zurück“, kommentieren die Verantwortlichen.
Die erschreckenden Zahlen zum Besucherrückgang im Grugabad liefert der Sachgebietsleiter Bäderbetriebe Essen, Michael Ruhl: „Vergleicht man alleine die 26. Kalenderwoche kommt man auf 10.109 Besucher im Jahr 2011 und lediglich 2.772 Schwimmer in diesem Jahr.“

Eine ganz andere Hausnummer in jeder Hinsicht ist das Werksschwimmbad auf der Kokerei Zollverein. Da der Eintritt ohnehin kostenlos ist, schlägt sich ein Sommer wie dieser nicht negativ in der Bilanz der Stiftung Zollverein als Betreiberin nieder. Die Entlohnung für die insgesamt sechs Schwimmmeister, die sich im Dienst abwechseln, fällt so oder so an.
Schade ist ein Sommer wie dieser vor allem für die Kinder und Jugendlichen aus der Umgebung. Sie nutzen das während der Ferien geöffnete Bad vor der beeindruckenden Kokereikulisse an sich gerne, bei den derzeitigen Temperaturen aber weniger, denn geheizt wird nicht. Geöffnet ist prinzipiell täglich von 12 bis 20 Uhr, was aber auch vom Wetter abhängt. Nikolaos Georgakis, Pressesprecher der Stiftung, erläutert das Vorgehen: „Abends verfolgen wir die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes, morgens wird entschieden, ob das Bad öffnet.“ Bei Nieselregen sei das durchaus noch der Fall, denn es gelte das Prinzip: „Im Zweifel für den Gast.“ Wenn jedoch Gewitter drohen, geht Sicherheit vor.

Eine noch ausgeglichene Besucherbilanz weist das Freibad im Revierpark Nien­hausen auf. Grund ist der „unglaublich gute Mai“, so eine Sprecherin. Vor allem das Pfingstwochenende fing den bisher verregneten Sommer auf. Auch gelte: „Einige sind immer da.“ Zum Beispiel Saunabesucher, für die der Eintritt ins Freibad kostenlos ist, und natürlich „abgehärtete Frühschwimmer“. Es gibt kein schlechtes Wetter...

Gut Platz war in den letzten Tagen im Werksschwimmbad auf der Kokerei Zollverein. Kein Wunder: Heizung ist nicht.
Im Grugabad macht der Sprung ins Nass nicht wirklich Spaß - trotz Heizung.
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Lokalkompass Essen-Nord aus Essen-Nord

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