Hallenfußball: Favoriten geben sich keine Blöße

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Der Startschuss für die Essener Stadtmeisterschaft im Hallenfußball ist gefallen. An der Qualifikationsrunde nahmen aus dem Kreis Südost 33, aus dem Essener Nordwesten 43 Mannschaften teil. Von Landesligisten bis zu Teams aus den Kreisklassen ist alles dabei. Die Regionalligisten RWE und der FC Kray traten mit ihren Zweitvertretungen an. Nun startete das Turnier; es galt, sich für die Vorrunde zu qualifizieren, welche am nächsten Wochenende ausgespielt werden soll.

Text von Philipp Steinbrink / Fotos von Michael Gohl (1 bis 49) und Winfried Winkler

Veranstalter und Präsident des FC Kray, Günther Oberholz, war am Samstagabend guter Dinge. Die Sporthalle Bergeborbeck war gut gefüllt und die Begeisterung der knapp 600 Zuschauer, die den Tag über den Spielen beiwohnten, spürbar. Oberholz schätzt, dass ungefähr 1.500 Fußballenthusiasten die ersten beiden Tage der Qualifikationsrunde verfolgt haben.

Während der FCK-Präsident das Spiel zwischen dem SC Phönix und dem FC Saloniki beobachtete, lobte er das Engagement der teilnehmenden Clubs: „Wir haben sehr faire Spiele gesehen.“ Auch die Leistung für den Betrachter stimmt, Oberholz fasst die vorangegangenen Spiele trefflich zusammen: „Viele Tore.“ Die Zuschauer jubeln oft, gerade bei den Spitzenspielen. Die Sporthalle Bergeborbeck sei ein guter Standort im Norden. Ein Favoriten-Tipp vom FCK-Präsident? Ein Schmunzeln; kein Tipp: „Gott sei Dank sind immer wieder Überraschungen dabei!“

Für die großen Überraschungen sorgten die Teams aus dem Großraum Borbeck in der Qualifikationsrunde allerdings weniger. Die Favoriten lösten die Tickets erwartungsgemäß schnell. So fuhren zum Beispiel alle Frintroper Vereine gute Ergebnisse ein. Kreisligist RuWa Dellwig konnte sich in einer Hammergruppe, bestehend aus den Schwalben aus Schonnebeck und dem SC Phönix, behaupten. Der TuS 84/10 Bergeborbeck qualifizierte sich mit vier Siegen in der Gruppe acht frühzeitig und gefahrlos für die Vorrunde.

Der einzige Borbecker Verein, der es nicht in die nächste Runde schaffte, war der A-Ligist DJK Eintracht Borbeck. In einer Gruppe, die mit dem Vogelheimer SV und der Tgd Essen-West hochkarätig besetzt war, musste sich die Eintracht auf den dritten Platz konzentrieren. Das letzte Spiel der Borbecker führte sie dann auch gegen den Gruppenrivalen VfB Essen Nord. Der Nord-Klub brauchte ein Unentschieden, die Eintracht lief dagegen an. Der Führungstreffer gelang den Borbeckern knapp 40 Sekunden vor Schluss. Das Weiterkommen schien in trockenen Tüchern, doch gute sechs Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene gelang dem VfB der Ausgleich.

Die neuen Gruppenzuweisungen versprechen beste Unterhaltung: In Gruppe zwei dürfen RuWa Dellwig und die Union Frintrop dem Landesligisten Vogelheim auf den Zahn fühlen. In der achten Gruppe stört einzig der SC Phönix die Borbecker Hegemonie.

Klare Verhältnisse auch im Norden: Die Landesligisten Schonnebeck und Vogelheim nahmen die ersten Hürden locker, auch die Zweitvertretung des RWE kam unbeschadet in die Vorrunde. Einziger Wermutstropfen für die Schwalben: ein 3:3-Unentschieden gegen den gut spielenden SC Phönix. RWE siegte in seiner Gruppe durchgehend, der VSV tat es den Kickern von der Hafenstraße gleich.

Für ein wenig Aufsehen sorgte ein Kreisligist. Sportfreunde 1918 Altenessen mischte die erste Gruppe gehörig auf und stand am Ende auf Platz eins, vor dem Bezirksligisten VfB Frohn­hausen und dem Landesligisten SuS Haarzopf. Der VfB Nord löste das Ticket für die Vorrunde in einem Herzschlagfinale gegen die Eintracht aus Borbeck.

Einige Nordvereine schieden jedoch aus. Unter ihnen der FC Karnap 07/27, Fatih Spor Essen, der FC Saloniki und die Spvg 92/28 Katernberg. In Gruppe fünf kam es zu einem Aufeinandertreffen zweier alter Bekannter: Helene spielte gegen die SG Altenessen. Die Mannschaft von Trainer Jörg Dohmann konnte den Vergleich mit 3:0 gewinnen, verlor aber im nächsten Spiel gegen Katernberg 19 knapp. Dohmann, der es mit der SG gerne in die Zwischenrunde schaffen würde, hatte sich von seiner Mannschaft „mehr erhofft“, bemerkte jedoch zugleich, dass eine gute Platzierung kein ausdrückliches Ziel sei. Die SG belegte Platz zwei und TuS Helene Platz drei. Helenes Torwart Kevin Kirchner machte oftmals eine sehr gute Figur.

Die Neulosung der Gruppen für nächsten Samstag (ab 13 Uhr) verspricht derweil interessante Spiele. RWE gegen Helene in Gruppe eins, die Schwalben sind in ihrer Gruppe Favorit, die SG Altenessen ist in einer Großgruppe gelandet.

Autor:

Lokalkompass Essen-Nord aus Essen-Nord

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