Im Zeichen des Sports: Gesundheitsförderung ist das A und O an der Nikolausschule

Stolze Lehrkörper: Schulleiterin Gerda Dröge und Konrektor Michael Schwarz präsentieren die Leistungen der Kinder. Foto: Müller
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Dass im Flur der Nikolausschule eine ganze Wand mit Urkunden geschmückt ist, kommt nicht von ungefähr: Gesundheits- und Sporterziehung bilden den Kern des Angebots der Stoppenberger Grundschule. Sensibilisierung für richtige Ernährung, Förderung des Wettbewerbgedankens und aktive Pausengestaltung begleiten die Kinder durch den Alltag. Das zahlt sich aus: Zwei von sechs möglichen Wanderpokalen der Stadtmeisterschaft stehen in der Vitrine der katholischen Schule.

Damals war alles einfacher: Kinder hatten eigentlich nur die Wahl zwischen einem Buch und Freizeit draußen mit ihren Freunden verbringen. Im Zeitalter neuer Medien stellen sich da ganz andere Verlockungen. Ein Trend, der oft bemängelt wird: Zu viel elektronische Unterhaltung, zu wenig sportliche Betätigung. Die urbane Umgebung erschwert das Problem häufig noch. An dieser Stelle setzt die Nikolausschule mit ihrem Unterricht an. „Wir wollen die Kinder dazu befähigen, motorische Kompetenzen zu erwerben, damit sie ohne Angst in der Gruppe mitwirken können“, erläutert Sportexperte und Konrektor Michael Schwarz. Das gilt für die Schulzeit, aber besonders fürs spätere Leben.

Nicht nur Fitness wird geschult

Keine Sportstunde ausfallen lassen, ein schulinternes Sportabzeichen oder tagtägliche Gesundheitsförderung – all das macht die Nikolausschule aus. Besonderes Alleinstellungsmerkmal ist jedoch die Teilnahme an fünf von sechs städtischen Sportveranstaltungen. „Es geht nicht allein um Fitness, auch Charakterbildung und Vorbildfunktion sollen geschult werden“, weiß Schwarz. Dabei wird der Konkurrenzkampf forciert, aber zugleich Identität geschaffen. Die Schüler möchten das Trikot der Schule tragen, die Wettbewerbe werden wie bei den Großen von der Nationalhymne eingeläutet. Neben Urkunden und Pokalen von den Events werden zudem schulinterne Zertifikate für alle Klassen vergeben. Die ersten vier Plätze werden dabei von der gesamten Schule auf dem Pausenhof gefeiert.
Für dieses bewegungs- und gesundheitsorientierte Angebot stehen sechs Lehrkräfte bereit, die in Sport unterrichten. Vier davon sind darin ausgebildet, zwei haben die nötigen Sachkenntnisse über Fortbildungen und Praxiserfahrungen nachgeholt – beeindruckende Zahlen, bei insgesamt elf Lehrern.

Gut für die Figur, gut für den Umgang

Standbein dieser sportlichen Ausrichtung ist eine gesunde Ernährung. Deshalb können die Schüler einen Ernährungsführerschein machen. In einem Medienpaket und im Unterricht erlernen die Kinder den richtigen Umgang mit Nahrung. „Wir wollen für gesunde Ernährung sensibilisieren“, berichtet Schwarz. Das Schulfrühstück wird deshalb in Kooperation mit den Eltern regelmäßig bewertet: Kalorienbomben bleiben unkommentiert, für nahrhaftes kriegen die Schüler Lob.
Vorteile hat eine solche Orientierung zudem im sozialen Umgang der Schüler untereinander, findet Schwarz. Auf der einen Seite ist der Sport schon an sich ein verbindendes Element, auf der anderen werden Energien auf den Wettbewerb gelenkt – Stärke wird hier verglichen, nicht bei Prügeleien. Abgerundet wird dieser Gedanke in einer „bewegten Pause“: Diese dürfen die Schüler gestalten, wie sie möchten. In einem Spielbereich – für den Kinder der vierten Klasse selbst verantwortlich sind – finden sich Tonnen, Bälle und Seile, die bewegungsorientierten Spaß versprechen.

Teils herrscht eine riesige Schere zwischen Leistungen und Motivation verschiedener Schüler. Durch gezielte Förderung soll diese Diskrepanz aufgefangen werden. Trotzdem kann man nicht alle Eltern erreichen: „Wenn das Elternhaus nicht mitmacht, sind unsere Bemühungen bloß ein Tropfen auf den heißen Stein“, erklärt Schulleiterin Gerda Dröge. Druck übt die Schule dabei nicht aus. Vielmehr soll sich eine Grundhaltung bei Erziehungsberechtigten und Schützlingen entwickeln.

Autor:

Alexander Müller aus Essen-Borbeck

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