Rekordverdächtig: Rot-Weiss fegt Wattenscheid 09 mit sechs Toren vom Platz

Drei von sechs Toren gehen auf sein Konto: Sven Kreyer (mi.) zeigte ein überragendes Spiel. Fotos: Gohl
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  • Drei von sechs Toren gehen auf sein Konto: Sven Kreyer (mi.) zeigte ein überragendes Spiel. Fotos: Gohl
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Neuer Regionalliga-Zuschauerrekord, 6:0 Tore und Rang zwei in der Tabelle: Rot-Weiss Essen hatte einen guten Sonntag – Wattenscheid weniger. Waren die Mannschaften anfangs auf Augenhöhe, gelang dem RWE mit vier Toren in sechs Minuten bei jedem Schuss ein Treffer. Auch der Zwist mit den Fans ist beigelegt, der Partie folgte ein Gänsehaut-Moment zwischen Spielern und Zuschauern.

Das Sonntagsspiel gegen Wattenscheid 09 war für Rot-Weiss Essen ab 11.07 Uhr zugleich Termin des alljährlichen Familientags. Hüpfburg, Torwand und Kinderschminken wurden abgerundet durch Auftritte auf dem Grün: Nach einigen technischen Schwierigkeiten präsentierten beispielsweise die Don Bosco-Dancers mit Unterstützung der RWE-Fahnengirls den 14.415 Zuschauern im Stadion Essen zu „Adiole“ eine Tanzeinlage als Spiel-Einstimmung. Wattenscheid reiste mit drei Siegen im Gepäck an, Rot-Weiss schnupperte mit nur sechs Zählern Abstand auf Tabellenführer Viktoria Köln Höhenluft.

Wieder Standards

RWE startet die Partie selbstsicher, bissig und bestimmt. Die Zweikampfstärke der Rot-Weissen zahlt sich sofort aus: Sven Kreyer gewinnt nach einem lauen Wattenscheider Pass den Ball und kann in der 3. Minute völlig frei vorbei an 09-Keeper Tim Boss zum 1:0 ins linke Eck einschieben. Das Pressing der Hafenstraßen-Kicker geht direkt weiter. Zuerst holt der auffällige Tim Hermes nach erneutem Zweikampfsieg eine Ecke raus, beim Freistoß nur zwei Zeigerumdrehungen später zieht er trotz schlechter Position direkt ab. Es scheitern noch Marwin Studtrucker am Pfosten und wieder Hermes, der den Ball nicht richtig erwischt und das Leder am leeren Tor vorbeidreht. Nach diesem furiosen Start sinkt das Tempo und die Partie verflacht deutlich. Wattenscheid taucht jetzt vor dem Tor von RWE auf, bleibt aber entgegen der Erwartungen insgesamt ungefährlich. So wird Kreyers Führungstreffer zum Pausenstand.

Die zweite Hälfte beginnt genau wie die erste aufgehört hat: ohne Höhepunkte, dafür mit vielen kleinen Fouls. RWE wird erst langsam wieder warm und ein Solo von Studtrucker in der 55. Minute endet an der Strafraumgrenze mit einem Freistoß. Das kennt Rot-Weiss-Cheftrainer Marc Fascher: „Da haben wir es wieder: Standardsituation.“ Die weiß der RWE zu nutzen, Hermes zirkelt den Ball vorbei an der Mauer und die Kugel knallt von der Unterkante der Latte unhaltbar zum 2:0 ins Netz. Ein Torgarant sind die Standards trotzdem nicht, wie die 68. Minute beweist. Nach einer herrlichen Kombination fällt Hermes im Strafraum und Schiri Benjamin Bläser pfeift Elfmeter. Eigentlich viel einfacher, doch Studtrucker passt direkt auf Wattenscheid-Keeper Boss.

Sechs Minuten, vier Tore

Dann geht es Schlag auf Schlag: In der 83. Minute unterstreicht Kreyer seine fantastische Leistung mit einer tollen Vorlage auf den gerade eingewechselten Kai Nakowitsch: 3:0. Nur zwei Minuten später greift Boss wieder hinter sich. Tim Treude flankt von rechts, Marcel Platzek täuscht an und spielt leger auf Benjamin Baier, der das 4:0 macht. Im nächsten Spielzug passt Treude dann auf Kreyer, der auf 5:0 erhöht. Auch der letzte Treffer des Abends gehört dem RWE-Stürmer: Kreyer zieht im Alleingang durch die Abwehr und netzt in Minute 89 zum 6:0 ein. Die Fans sind überzeugt und feiern ihre Elf: „Der RWE ist wieder da!“

„Da ist sowas wie ein Band gerissen. Die Spieler sind frei marschiert und jeder Schuss war ein Treffer“, kommentiert Marc Fascher den Torreigen der letzten zehn Spielminuten. Zuschauerrekord, Sechs Treffer, Platz zwei hinter Viktoria – der RWE-Coach ist zufrieden: „Ein nahezu perfekter Tag.“

Autor:

Alexander Müller aus Essen-Borbeck

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