"Essen.Inklusive.Arbeit" - Einfach mal querdenken

Caritasdirektor Dr. Björn-Enno Hermans, IT-Administratorin Lena Böckmann und SkF-Geschäftsfüherin Claudia Mandrysch arbeiten seit April diesen Jahres zusammen.
  • Caritasdirektor Dr. Björn-Enno Hermans, IT-Administratorin Lena Böckmann und SkF-Geschäftsfüherin Claudia Mandrysch arbeiten seit April diesen Jahres zusammen.
  • Foto: Gohl
  • hochgeladen von Petra de Lanck

Lena Böckmann war ursprünglich Landwirtin und kommt aus dem Münsterland. Dann erlitt sie einen Arbeitsunfall und schulte um. Heute arbeitet sie als Systemadministratorin für die Caritas und den SkF. Ihr Schwerbehindertenausweis war bei ihrer Einstellung im April diesen Jahres kein Hinderungsgrund für SkF-Geschäftsführerin Claudia Mandrysch, Lena Böckmann einzustellen. Nach 250 Bewerbungen war die ausgebildete Fachinformatikerin damit endlich am Ziel.

Das Projekt "Essen.Inklusive.Arbeit" unterstützt Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung dabei, sich erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Kampagne "Keine Ausreden.Echte Chancen." zeigt Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung, die mittels „Essen.Inklusive.Arbeit“ erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert worden sind. Die Werbspots sind derzeit vornehmlich bei den sozialen Netzwerke der Stadt Essen zu sehen. Vorgestellt werden darin Menschen mit geistiger oder körperlicher Einschränkung, die bereits erfolgreich auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen konnten; so auch Lena Böckmann. Sie will sowohl Arbeitgebern als auch anderen Menschen mit Beeinträchtigung zeigen, dass eine Integration in den Berufsalltag möglich ist.
Seit 2015 läuft das Projekt des Job Centers Essen in Kooperation mit dem Franz Sales Haus und der Agentur für Arbeit bereits und will eine Aufklärung von Arbeitgebern fördern.
Dies ist bei den Entscheidungsträgern von Caritas und SkF (Sozialdienst katholischer Frauen) längst nicht mehr notwendig. "Bei uns herrschte zu Anfang des Jahres in der EDV Ressourcenknappheit", berichtet SkF-Geschäftsführerin Claudia Mandrysch. "Beim Bewerbungsgespräch haben wir uns mit Frau Böckmann auch konkret über ihre Einschränkung unterhalten und festgestellt, das dies nicht mit ihrer Beschäftigung kollidiert. Ganz im Gegenteil: Frau Böckmanns Neuorientierung war eine bewusste Entscheidung und sie ist hoch motiviert."

Hohe Motivation

Lena Böckmann arbeitet bei Caritas und SkF in einem Dreier-Team und ist für 700 Mitarbeiter an 30 Standorten zuständig. Machen Netzwerk oder Server Probleme, ist sie zur Stelle. "Ich bin hier sehr gut aufgenommen worden", erinnert sie sich an ihre Anfänge vor einem guten halben Jahr. "Die Arbeit macht mir viel Spaß und es gab keinerlei Vorbehalte."
Bei 250 Bewerbungen, die sie im Vorfeld abschickte, hatte sie oftmals das Gefühl, lediglich einer "Alibieinladung" zu folgen. Ihr Rat an andere Menschen mit körperlicher oder geistiger Einschränkung: "Nicht aufgeben! Oft habe ich gedacht, das hat doch eh keinen Zweck mehr. Aber man muss auch manchmal quer denken im Leben und ungewöhnliche Wege gehen."
Einfach mal umdenken und differenzierter auf die Fähigkeiten von Menschen achten, lautet ihr Tipp.
Claudia Mandrysch hat sich im April für Lena Böckmann entschieden. Sie bringt es humorvoll auf den Punkt: "Im Grunde hat ja jeder Mensch in irgendeiner Form eine Einschränkung - nur Frau Böckmann hat hierzu auch einen Paß."
Wer Lena Böckmann und weitere Mitstreiter der Kampagne „Keine Ausreden. Echte Chancen.“ sehen möchte, klickt hier.

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