Girls' Day: Mädchen beweisen technisches Talent

Eva (Mädchengymnasium Borbeck) arbeitet in der RWE-Ausbildungsstätte unter der Anleitung von Kevin (Azubi, 3. Lehrjahr). Foto: Gohl
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Frau kann auch in Männerdomänen eine gute Figur abgeben. Dies bewiesen am Girls Day am vergangenen Donnerstag Mädchen und junge Frauen, die in die Welt der technischen und naturwissenschaftlichen Berufe hinein schnupperten.

Unter anderem öffnete die Ausbildungsstätte der RWE Deutschland an der Essener Ernestinenstraße ihre Türen für Mädchen: Zu Gast waren Schülerinnen der 7. und 8. Klassen. Hier in Essen bildet RWE Deutschland Elektroniker für Betriebstechnik aus. Im Rahmen des „Girls’ Day“ konnten die jungen Mädchen den Beruf kennenlernen und mehr über die Aufgabenbereiche erfahren. Mit tatkräftiger Hilfe der Auszubildenden und unter Aufsicht der RWE-Ausbilder legten die Schülerinnen auch selbst Hand an: Sie lernten einfache Arbeiten der elektrischen Energieversorgung und löteten eine Blinkplatine in Form eines RWE-Maskottchens. „Wir machen beim Girls‘ Day gerne mit, um zu zeigen, dass Frauen ganz hervorragendes technisches Talent haben können“, betont RWE-Ausbilder Peter Reppenhagen.

Das Berufsförderungszentrum (BFZ) an der Karolingerstraße (Stadtteilgrenze Nordviertel/Altenessen-Süd) beteiligte sich zum zweiten Mal am bundesweiten Girls‘ Day und bot interessierten Mädchen einen Einblick in die Berufsrealität von Technischen Systemplanern, Mechatronikern oder Industriemechanikern.
Die Schülerinnen schnupperten in die Bereiche Elektronik, Automatisierung, Metallfertigung und Konstruktion hinein. Es gab ein abwechslungsreiches Programm mit Gelegenheit zum Ausprobieren: Von Verdrahtungsarbeiten an elektronisch gesteuerten Anlagen, über die manuelle Bearbeitung von Metall und die Herstellung von Kleinteilen an CNC-Maschinen bis hin zur Programmierung von SPS-Anlagen sowie Bedienung von CAD-Programmen war alles dabei.

„In diesen Berufsbereichen gibt es viele Perspektiven und Karrierechancen“, weiß auch Susanne Wunder, Marketingleiterin des Unternehmens, „und Frauen sind hier weiterhin unterrepräsentiert.“

36 Mädchen haben den Girls Day bei der Feuerwehr Essen verbracht und kamen gleich als Feuerwehrfrauen zum Einsatz:Mit Klebeband abgedunkelte Atemschutzmasken vermittelten einen Eindruck davon, was man sieht (oder besser gesagt nicht sieht), wenn es in einen unbekannten Raum hineingeht und man dort etwas suchen muss. „Ich habe die ganze Zeit am Lichtschalter herumgedrückt, obwohl ich doch eigentlich nichts sehen konnte“, berichtet die 20-jährige Zeynep Durna, die am Hugo Kükelhaus Berufskolleg lernt. Ihre Freundin
Sarah Assaf (21) glaubt, dass es in solchen Situationen ganz wichtig ist, sich auf den Partner verlassen zu können.

„Stimmt! Feuerwehrarbeit ist immer Teamarbeit, man ist immer auf den Partner angewiesen“, weiß Feuerwehrsprecher Mike Filzen. Die Wärmebildkamera, mit der man auch in verrauchten Räumen sehen kann, faszinierte die Mädchen, wenngleich die Bilder, die die Kamera liefert, erst interpretiert werden müssen. Derzeit sind bei der Essener Berufsfeuerwehr sieben Frauen im aktiven Einsatzdienst. Das entspricht einer Quote von einem Prozent.

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