Junge Freiwillige leisten Sozialdienst in Chile - neue Teilnehmer ab August gesucht!

Die vier Freiwilligen von FIFAr e.V. haben sich in Chile zu einer richtig guten Wohngemeinschaft zusammengefunden - v.l.n.r.: Lisa, Lena, Simon, Malte. Pressefoto: FIFAr e.V.
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  • Die vier Freiwilligen von FIFAr e.V. haben sich in Chile zu einer richtig guten Wohngemeinschaft zusammengefunden - v.l.n.r.: Lisa, Lena, Simon, Malte. Pressefoto: FIFAr e.V.
  • hochgeladen von Stefan Koppelmann

Seit über zwanzig Jahren entsendet das Essener „Forum für Internationale Friedensarbeit e.V. (FIFAr)" junge Menschen für einen zwölfmonatigen Freiwilligendienst in das südamerikanische Land Chile. Einsatzort sind verschiedene Sozialeinrichtungen und Sozialprojekte in San Felipe, rund achtzig Kilometer von der Hauptstadt Santiago de Chile entfernt. Das soziale Engagement bietet neben der Arbeit viele Möglichkeiten, das Land und die Menschen kennenzulernen. Kooperationspartner von FIFAr e.V. sind die Evangelische Kirche im Rheinland und „weltwärts“, ein entwicklungspolitisches Förderprogramm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Ab August werden neue Freiwillige gesucht – die Bewerbungsfrist endet am 31. Dezember.

„Die meisten jungen Leute entscheiden sich nach der Schulzeit oder einer Lehre für den freiwilligen Dienst in San Felipe“, berichtet Pfarrer Achim Gerhard-Kemper, der sich im Vorstand von FIFAr engagiert. „Einige wählen aber auch die Zeit zwischen dem Bachelor- und dem Masterstudium für ihren Auslandsaufenthalt.“ Während ihres Dienstes verfassen die jungen Freiwilligen mehrere Erfahrungsberichte und sind regelmäßig in Kontakt mit ihrer Entsendeorganisation.

"Es wird mir schwer fallen, wieder ins Flugzeug zu steigen"

Lena, die zurzeit in San Felipe ist, schreibt in ihrem ersten Bericht: „Es waren drei Monate voller wundervoller Begegnungen, unvergesslicher Momente, Gespräche, Natur, Farben und Musik… Inzwischen bin ich wirklich hier in Chile angekommen und habe das Land, seine Leute und besonders die Stadt, in der wir hier wohnen, wirklich lieb gewonnen… Ich lebe hier mit drei anderen Freiwilligen zusammen. Es ist ein sehr intensives Zusammenleben, da wir schließlich zusammen wohnen, arbeiten und meistens auch unsere freie Zeit mitienander verbringen. Wenn ich dann doch einmal alleine auftauche, werde ich meistens nach den ‚otros alemanes‘ gefragt – weshalb wir uns mittlerweile im Spaß die ‚Familie Alemanes‘ nennen... Mein Haupteinsatzort ist die ‚Casa Walter Zielke‘, ein Heim für Jungen. Hier arbeiten wir nachmittags von 16 bis 22 Uhr und es macht wirklich Spaß… Ich habe die Jungen schon sehr in mein Herz geschlossen! Das zweite Projekt ist ein ‚centro de adultos mayores‘, ein Tageszentrum für Senioren: Hier verbringen die ‚abuelos“, die ‚Großeltern‘, wie sie liebevoll genannt werden, tagsüber ihren Alltag, um an unterschiedlichen Aktivitäten teilzunehmen. Das dritte Projekt ist eine Grundschule: Dort arbeite ich ein bis zwei Mal in der Woche und helfe der Lehrerin der ersten Klasse beim Unterrichten. Zurzeit lernen die Schüler gerade lesen und schreiben. Inzwischen darf ich schon manchmal mit einer kleinen Gruppe von Schülern allein arbeiten. (...) Außerhalb der Arbeit bleibt aber immer noch genug Zeit, um zum Beispiel wandern zu gehen – dabei habe ich schon oft mein Zelt benutzt –, Sport zu treiben, zu kochen, zu entspannen. Und natürlich Spanisch zu lernen. Ich bin sehr dankbar für die vergangenen drei Monate hier in San Felipe…Fest steht schon jetzt, dass es mir schwer fallen wird, in neun Monaten wieder ins Flugzeug zu steigen, dieses Mal in die andere Richtung...“

Bewerbungsfrist endet am 31. Dezember 2017

Wer jetzt durch das Lesen dieses Artikel auf den Geschmack gekommen ist, nähere Informationen benötigt oder sich eventuell sogar für den Freiwilligendienst im nächsten Jahr, der im August beginnt, bewerben möchte, wendet sich am besten noch bis zum Ende dieses Jahres an: FIFAr e.V., Achim Gerhard-Kemper, Telefon 0201 351969. Im Internet (fifar-ev-essen.de) und auf Facebook (facebook.com/FifarEssen) ist der Verein natürlich auch vertreten.

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