Nachkriegskind in Deutschland oder ein Glückskind

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Er wurde in einer der letzten Bombennächte über Essen in einem
Keller geboren. Sie gaben ihm den Kosenamen " Wölfi ".
Als die Zeit verging mit samt diesem unseligen Krieg, spielten Kinder
zwischen Trümmern und Ruinen. Langsam aber sicher baute die
Bevölkerung wieder auf.
Aus Wölfi wurde ein ziemlich gewitzter Junge, der so gern mal Brause
trinken, Rosinen oder Sauerkraut aus der Papiertüte oder "klümpchen"
naschen wollte.

Als ihn eine nette Nachbarin rief, er solle für sie einkaufen gehen, tat
er es ziemlich erstaunt, noch mehr sein Erstaunen dass er das Restgeld
behalten durfte. Geld, nur Pfennige, eigenes selbstverdientes Geld.
Oft rief die Nachbarin " Wölfi, kauf mal eben 1 Pfd Zucker und warf das
Geld aus dem Fenster, ihm zu. Wölfi lernte schnell.

Er sammelte Leere Dosen, verkaufte sie dem "Klüngelskerl"
Er fuhr mit einer Karre, Mangelwäsche aus.
Er kaufte Eier in der Hühnerfarm und verkaufte sie alten Leuten,
die entzückt über die frischen Eier, die ins Haus geschneit kamen,
waren.
Er hatte "Klümpchen", Rosinen und Sauerkraut. Alsbald einen Roller,
einen Ball und ja immer "beste " Freunde.

Wer gewann die Martinsgans ? Natürlich Wölfi
Wer durfte auf dem Gänsewagen mitfahren ?
Wer hatte das erste Moped?

Da ist es doch klar, daß er ein tüchtiger Mann wurde,
der meistens Glück hatte.

Nur am 20.März nicht, er starb ziemlich jung aber so
wie er sich es gewünscht hätte, mitten aus dem Leben.

Lebwohl, Bruder

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