Oberbürgermeister Thomas Kufen und Stadtdechant Jürgen Cleve würdigten Reformationsjubiläum

Oberbürgermeister Thoms Kufen mit der Essener Superintendentin Marion Greve. Unser Foto entstand auf der Kreissynode im Frühjahr 2016. Pressefoto: Alexandra Roth/Kirchenkreis Essen
  • Oberbürgermeister Thoms Kufen mit der Essener Superintendentin Marion Greve. Unser Foto entstand auf der Kreissynode im Frühjahr 2016. Pressefoto: Alexandra Roth/Kirchenkreis Essen
  • hochgeladen von Stefan Koppelmann

Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (links, zusammen mit Superintendentin Marion Greve) und der Stadtdechant des Katholischen Stadtdekanats Essen, Dr. Jürgen Cleve, haben in Grußworten das 500-jährige Reformationsjubiläum gewürdigt. "Ich bin sehr dankbar, dass wir gemeinsam – auch mit den Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Essen – in unserer Stadt ein so gutes ökumenisches Miteinander leben und pflegen können", sagte der Stadtdechant. "Es ist von persönlichen Vertrauen, hoher theologischer Reflexion und pragmatischem Miteinander geprägt. In den vielen Gottesdiensten und Gesprächen erlebe ich uns gemeinsam als 'Hörende', die auf Gottes Gnade vertrauen und angewiesen sind."

Oberbürgermeister: Martin Luther war Vertreter der Gewissensfreiheit

"Dass der Mensch nicht durch Werke, sondern allein aus Glauben gerecht wird und dadurch allein seinem Gewissen und der Bibel, nicht aber einer kirchlichen Autorität verpflichtet ist, war vor 500 Jahren eine revolutionäre Position von enormen Ausmaß. Luthers Haltung, diese Position auch unter Androhung schwerster Strafe beizubehalten, zeugt von einer Überzeugung, die in einem tiefen Glauben wurzelt und ihn auch zu einem Vertreter der Gewissensfreiheit machte", erklärte Oberbürgermeister Thomas Kufen in seinem Grußwort und führte weiter aus: "Wir leben in einer globalisierten, digitalen Welt in der viele Gewissheiten zunehmend hinterfragt werden. Die Nöte der 'normalen' Menschen aufzugreifen, anschaulich zu umschreiben und ihnen Halt und Orientierung anzubieten, sind Fähigkeiten, die so aktuell sind wie vor 500 Jahren. Und auch die Bereitschaft für seine Werte oder Überzeugungen einzustehen, auch wenn es die herrschende Meinung anders sieht oder es mit einem politischen Tabu belegt wird, ist eine Haltung, die nichts an Aktualität verloren hat. Dies ist nicht nur ein Erbe und eine Aufgabe der evangelischen Kirche. Auch über die Grenze des Protestantismus hinaus ist der Reformationstag und sein 500-jähriges Jubiläum ein guter Anlass für uns alle, innezuhalten und sich bewusst zu werden, wie sehr wir für unsere Werte, unsere Positionen oder unseren Glauben bereit sind einzustehen."

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