Apfelklau auf Kosten des Naturschutzes

Fröhliche Apfelernte im Hespertal - aber nicht in diesem Jahr.
  • Fröhliche Apfelernte im Hespertal - aber nicht in diesem Jahr.
  • Foto: Demel
  • hochgeladen von Sabine Pfeffer

Die Apfelernte fällt in diesem Jahr ohnehin nicht gut aus. Zusätzlicher Schaden entstand der Naturschutzjugend Essen/Mülheim durch Apfeldiebe, die zahlreiche Bäume leer räumten.
Der Naturschutz kämpft um jeden Euro. Für den Bereich Essen/ Mülheim ist die Obsternte eine nicht zu unterschätzende Einkommensquelle. Um so mehr empört Mitglieder der Naju ein dreister Diebstahl auf ihrer Fläche im Hespertal.
Im Dreiländereck von Heidhausen, Fischlaken und Kupferdreh bewirtschaften die Ehrenamtler und Mitarbeiter der Naju seit Jahren eine Wiese. Zahlreiche Obstbäume bringen mal bessere, mal schlechtere Ernte. Auf naturnah gepflegten Flächen greift der Mensch bewusst nicht so stark ein, wie es im Hochleistungs-Obstanbau geschieht. Doch das zahlt sich aus, denn nur der von solchen Bäumen stammende Saft darf mit dem Etikett-Hinweis auf Streuobstwiesen verkauft werden.
Die Naju Essen/Mülheim findet genügend Kunden, darunter viele Abonnenten - egal, ob das naturtrübe Ergebnis mal säuerlicher, mal süßer ausfällt. Sorgt das Wetter für eine geringere Ernte, kommt aber weniger Geld für Naturschutzprojekte zusammen. Und ausgerechnet dann greifen auch noch Diebe zu. Jugendbildungsreferent Bernhard Demel: „120 Obstbäume pflegen wir im Hespertal, zumeist Äpfel. In diesem Jahr trugen nicht alle, aber alle, die trugen, wurden von Unbekannten abgeerntet.“ Anwohner hätten von breiten Reifenspuren, wie von einem Lieferwagen oder kleinen LKW, berichtet. „Und das hohe Gras war um die Bäume herum gemäht, manche Äste abgesägt. Die sind richtig professionell vorgegangen.“
Ein Schild weist darauf hin, dass die Naju die Fläche bewirtschaftet, das Obst also nicht herrenlos ist. Auf andere Weise ebenso ärgerlich wie der Apfelklau sind für Demel und die übrigen aktiven Naturschützer die illegalen Ablagerungen von Gartenabfällen am Rande des Grundstücks: „Erdaushub wurde abgekippt und dazu eine komplette Zypressenhecke, die jemand gerodet hat.“ Die Naju hofft also aus mehreren Gründen, dass die Stadt die Zufahrt zur Wiese mit einer Schranke versieht.

Autor:

Sabine Pfeffer aus Essen-Kettwig

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