Kleingärtner müssen für einen Weg zahlen - befahren dürfen sie ihn nicht

Helmut Kuntzer ärgert sich, dass der Weg entlang der Kleingärten am Nordpark nicht befahren werden darf. Nicht von den Kleingärtnern befahren werden darf, wohlgemerkt. Andere tun es durchaus, berichtet er.
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  • Helmut Kuntzer ärgert sich, dass der Weg entlang der Kleingärten am Nordpark nicht befahren werden darf. Nicht von den Kleingärtnern befahren werden darf, wohlgemerkt. Andere tun es durchaus, berichtet er.
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Für den Weg bezahlen ja, den Weg nutzen nein. Über diesen Zustand beschweren sich Kleingärtner aus dem Verein „Bernetal“ und fordern von der Stadtverwaltung eine Änderung.

Der Verein verfügt über mehrere Gartenanlagen. Jene an der Ellernstraße in Altenessen-Süd wäre gut zu erreichen über einen Weg, der zwischen Ellern-, Un­suhr- und Altenessener Straße auf der einen sowie der Berne auf der anderen Seite entlang führt.
„Es geht uns vor allem um das Anliefern von Material“, sagt Helmut Kuntzer. Ständige Nutzung oder längeres Parken sei gar kein Thema. Doch auch das reine Anliefern von schweren Lasten werden vom städtischen Ordnungsamt untersagt und geahndet: „Man sagt uns, wir sollten doch Schubkarren nehmen.“

Fahrzeuge der Stadt nehmen den Weg

Vorsitzender Gerd Winkelhake kennt das Problem ebenfalls: „Die Stadt verbietet uns die Durchfahrt, fährt aber selber.“ Auch der Stadtverband der Kleingärtner sei mit dem Thema befasst. Zwar betreffe es unmittelbar nur 14 Vereinsmitglieder. Ärgerlich sei aber vor allem die Tatsache, dass der Gartenbauverein zwar für den Weg zuständig sei und für Schäden zahlen ‚dürfe‘, jedoch keinen Nutzen davon habe.
Helmut Kuntzer berichtet: „Der Weg wurde 1985 angelegt und zum Teil vom Verein bezahlt.“ Seinerzeit sei die RWE AG beteiligt gewesen, die ihren Teil aber später der Stadt übertragen habe. Der Kleingärtner moniert: „Jetzt fahren Autos vom Ordnungsamt zwei- bis viermal am Tag hier durch, die EBE fährt und die Emschergenossenschaft auch.“ Daher rührten auch die Reifenspuren, die nach starkem Regen einen Morast, nach langer Trockenheit eine Holperstrecke ergäben.

Morast oder Holperstrecke

Für die Herrichtung des Weges sind wiederum die Kleingärtner verantwortlich, berichten sie. Gerd Winkelhake: „Dreimal schon haben wir für die Erneuerung bezahlt. Aber nutzen dürfen wir nicht.“
Und wofür nutzen andere die inoffizielle Verbindung? Das ist für die Kleingärtner eindeutig: „Als Schleichweg zur Grillostraße.“

Gerne hätte die Nord Anzeiger-Redaktion die Stadtverwaltung um eine Stellungnahme gebeten, doch vor Weihnachten war kein Verantwortlicher mehr erreichbar, und wegen der Pause der Verwaltung über die Feiertage wird das erst wieder im Januar möglich sein.

Helmut Kuntzer ärgert sich, dass der Weg entlang der Kleingärten am Nordpark nicht befahren werden darf. Nicht von den Kleingärtnern befahren werden darf, wohlgemerkt. Andere tun es durchaus, berichtet er.
Autor:

Sabine Pfeffer aus Essen-Süd

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