Feierlicher Abschied vom Gemeindehaus: Gottesdienst zur Entwidmung des Friedrich-Graeber-Gemeindehauses

Das Friedrich-Graeber-Gemeindehaus in Überruhr-Hinsel ist bald Geschichte. Foto: Ev. Gemeinde Überruhr
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Am Sonntag, 2. Juli 2017, um 10.00 Uhr, wird das Friedrich-Graeber-Gemeindehaus in einem Gottesdienst entwidmet. Nach evangelischem Verständnis bedeutet dies: ein Raum, der für die Feier von Gottesdiensten vorgesehen war, wird aufgegeben. Durch diesen Akt endet nach 47 Jahren die Zeit, in der an der Überruhrstraße regelmäßig Gottesdienste gefeiert wurden. Nach dem Abendmahl werden das Altarkreuz, die Bibel, die Abendmahlsgeräte und die Antependien in einer Prozession aus dem Gottesdienstraum getragen. Sie werden später in der Stephanuskirche weiterverwendet.

Das Friedrich-Graeber-Haus wurde 1975 fertiggestellt und als Gottesdienststätte eingeweiht. Fünf Jahre zuvor hatte man an der Überruhrstraße behelfsmäßig ein Gemeindehaus in Fertigbauweise errichtet. Denn die Gemeinde wuchs damals in raschem Tempo. Anfang der 1980er Jahre erreichten die Gemeindegliederzahlen ihren Höchststand – seitdem nimmt die Zahl jedes Jahr ab. Der damit verbundene Rückgang an finanziellen Mitteln (Kirchensteuereinnahmen) macht die Aufgabe des Friedrich-Graeber-Gemeindehauses unumgänglich. Das Gemeindehaus wird zusammen mit dem Kindergarten in den kommenden Monaten abgerissen. An seiner Stelle wird ein moderner, architektonisch anspruchsvoller Neubau entstehen. Darin finden der dann viergruppige Kindergarten „Arche Noah“ und sieben barrierefreie Mietwohnungen ihre neue Heimat.

Die Gemeindearbeit geht weiter

Die Gemeindegruppen, die sich bisher im Friedrich-Graeber-Gemeindehaus getroffen haben, werden an verschiedenen Orten ihre Treffen fortsetzen können. Einige Gruppen sich in Zukunft im katholischen Gemeindehaus St.-Mariä-Heimsuchung im Hinseler Feld, andere ziehen in das Stephanus-Gemeindezentrum an der Langenberger Straße. Das Presbyterium der Evangelischen Gemeinde Überruhr stellt für die Zukunft Überlegungen an, in Hinsel wieder einen Gemeindestützpunkt zu errichten. Welche Gruppe wohin umzieht, wird auf der Homepage und im Gemeindebrief zu lesen sein. Als wohnortnahes Gottesdienstangebot steht für die Hinseler der Gottesdienst im Marienheim zur Verfügung. Hier wird an jedem zweiten Freitag eines Monats um 17.00 Uhr Gottesdienst gefeiert.
Weitere Informationen: www.kirche.ruhr

Autor:

Olaf Eybe aus Essen-Ruhr

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