Eichhörnchen in Futternöten

Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) frisst ein Stück Käse. Foto/Copyright: Gottfried Czepluch
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Nach der Hitzewelle im vergangenen Sommer und der Dürre, die sich als Folge daraus ergeben hat, ist für die Eichhörnchen im kommenden Winter eine Nahrungsknappheit zu befürchten. Im Moment sind die Tiere damit beschäftigt, sich einen Vorrat für die Winterzeit anzulegen.

Sie sammeln zum Beispiel Nüsse und Bucheckern, aber diese sind nach der Hitze im Vorjahresvergleich überwiegend verkümmert. Lange Wege auf der Suche nach Futter sind ebenfalls eine Belastung für die Eichhörnchen. Bewegung bedeutet Kalorienverluste und wenn diese nicht kompensiert werden können, kann es gefährlich für unsere heimischen Kleinsäuger werden.

Hier kann gezielte Unterstützung helfen. Auf dem Speiseplan der Eichhörnchen stehen Baumfrüchte, Samen und Kerne, Triebe, Knospen und Blätter. Letzteres wird im Winter schwierig und man sollte keinesfalls Knospen und Blätter aus dem Blumenladen anbieten. Walnüsse, Erdnüsse und Haselnüsse sind aber eine ideale Hilfe und sollten ungeschält angeboten werden. Sonnenblumenkerne sind ebenfalls eine gern gesehene Nahrung der Eichhörnchen.

Die Futtermittel sollten auf einem erhöhten Standort angeboten werden. Eichhörnchen besuchen auch gerne Futterhäuschen, wobei hier grundsätzlich auf Sauberkeit geachtet werden muss, um Krankheiten zu vermeiden. Während der Igel in den Winterschlaf geht und sich im Vorfeld einen "Winterspeck" anfuttert, haben Eichhörnchen Wachphasen in denen sie auf Futtersuche gehen. Hier kann der Mensch helfen und das Überleben dieser kleinen Wildtiere erleichtern. Manche Zoohändler bieten Futtermischungen für Eichhörnchen an. Hier sind Fachleute gefragt. Finger weg von dubiosen Internetseiten!

Es gilt allerdings zu beachten, dass man Wildtiere niemals der Natur entnimmt. Hier ist vom Gesetzgeber ein klares Verbot ausgesprochen worden. Hilfe, die eine Entnahme eines Tieres aus der Natur rechtfertigt, ist nur in akuten Notfällen zulässig. In solchen Fällen ist unverzüglich ein Tierarzt aufzusuchen und ggf. die Jägerschaft zu informieren!

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