„Nimmersatt“ nimmt ihren Dienst gegen die Elodea auf dem Baldeneysee auf
Mähboote sind im Einsatz

Das Mähboot „Nimmersatt“ soll am Essener Baldeneysee für klare Verhältnisse sorgen und der Elodea den Garaus machen. Foto: Ruhrverband
  • Das Mähboot „Nimmersatt“ soll am Essener Baldeneysee für klare Verhältnisse sorgen und der Elodea den Garaus machen. Foto: Ruhrverband
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Der Name ist Programm: Das Mähboot „Nimmersatt“ des Ruhrverbands ist in Abstimmung mit der Interessengemeinschaft (IG) Baldeney und der Stadt Essen seit dem 29. Juni auf dem Baldeneysee im Einsatz. Gemäht wird zunächst in Fließrichtung am linken Ufer des Sees zwischen Hafen Scheppen und Seglerkameradschaft Scheppen (SKS) täglich zwischen 7.30 und 15.30 Uhr.

Die Schiffsführung des Mähboots erfolgt durch die Weiße Flotte Baldeney, unterstützt durch die Essener Arbeits- und Beschäftigungsgesellschaft. Die „Nimmersatt“ verfügt über einen großen Laderaum und einen Bagger, der das Ladegut direkt in einen Container an Land abwerfen kann. Die Transport- und Entladezeiten verringern sich dadurch deutlich. Darüber hinaus besitzt das Mähboot eine Schneidbreite von 2,90 Meter, und es kann die Schneidmesser bis zu einer Tiefe von 2,30 Metern absenken. Ab dem 13. Juli bekommt die „Nimmersatt“ dann sogar noch Verstärkung von einem Mähboot aus den Niederlanden.
Leider ist die Elodea auch im Kemnader See die bestimmende Wasserpflanze. Am linken Ufer ist ein durchgehender Elodea-Bewuchs vorhanden, allerdings variieren sowohl Bewuchs als auch Häufigkeiten stark im ganzen See. Hier setzt der Ruhrverband das Mähboot „Manati“ (Seekuh) ein. Das mit einer Schneidbreite von 2,55 Meter ausgestattete Boot wird ab dieser Woche zum Einsatz kommen.
Das Forschungsprojekt Elodea II, in dem nachhaltige Methoden zur Elodeabekämpfung getestet werden sollen, läuft unvermindert weiter. Im Mai dieses Jahres wurde ein Hydroventuri-Boot getestet, das mittels Wasserstrahls die Elodeapflanzen an der Wurzel beseitigen soll. Auch kam ein Amphibienbagger mit Harke und Egge zum Einsatz. Die dadurch erzielten Effekte werden nun in monatlichen Abständen beobachtet. Die Bepflanzung von Testflächen mit wintergrünen Armleuchteralgen als Raumkonkurrenten der Elodea wurden fortgesetzt. Bei dem im letzten Jahr getesteten Rollenpflücker konnten leider keine Effekte auf die Dichte und Ausdehnung der Elodeabestände festgestellt werden.

Autor:

Beatrix von Lauff aus Essen-Ruhr

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