Fischliftsystem Baldeneysee
Voraussichtlich bis Jahresende wird unter Wasser betoniert

Zwei Tage dauerte der Aufbau des Turmdrehkrans, der für den weiteren Fortgang der Bauarbeiten am Fischliftsystem unverzichtbar ist. Foto: Ruhrverband
  • Zwei Tage dauerte der Aufbau des Turmdrehkrans, der für den weiteren Fortgang der Bauarbeiten am Fischliftsystem unverzichtbar ist. Foto: Ruhrverband
  • hochgeladen von Beatrix von Lauff

Bis Oktober 2018 wurde vor allem hinter den Kulissen geplant und gebaut, seitdem kündet ein weithin sichtbarer Turmdrehkran auf dem Schleusenpfeiler vom Fortgang der Arbeiten am Fischliftsystem. Aufgrund der guten Konjunktur und der damit einhergehenden hohen Auslastung im Baugewerbe hatte der für die weiteren Bauphasen unverzichtbare Kran nicht früher zur Verfügung gestanden.
Mittlerweile haben Taucher damit begonnen, das vorgesehene Baufeld neben dem Schleusenpfeiler von Ablagerungen zu befreien und Gegenstände zu bergen, die sich über Jahre dort angesammelt haben.
Ebenfalls Aufgabe der Taucher wird es danach sein, unter Wasser Beton abzustemmen und die rund 1.100 Bohrlöcher zu bohren, in die später die Bewehrungsanker eingeklebt werden. Vorausgesetzt, das Wetter und die sonstigen Rahmenbedingungen gestalten sich günstig, könnten die Unterwasserarbeiten - zu denen auch die Betonschalung und Betonieren von Wänden und Sohlen gehört - bis Jahresende abgeschlossen sein. Anschließend geht es mit Betonarbeiten über Wasser sowie im Gebäudeinneren weiter, denn durch das bereits existierende Gebäude neben dem Schleusenpfeiler hindurch werden die Fische künftig nach dem Verlassen des Lifts ins Oberwasser weiterschwimmen.
Einige 100 Kilometer weiter südlich, bei der Firma Baumann Hydrotec aus Wangen im Allgäu, wird aktuell an der Anlagentechnik für das Fischliftsystem gearbeitet. Das Unternehmen hat mit seiner innovativen Neuentwicklung, die am Baldeneysee erstmals in dieser Größenordnung realisiert wird, bereits vor zwei Jahren den vom Bundesumweltministerium ausgelobten Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) gewonnen und wurde nun bei den EU-weiten „European Business Awards for the Environment“ als „Rising Star“ in der Kategorie „Business and Biodiversity“ ausgezeichnet.

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