Offizieller Zepterwechsel beim Hoppeditzerwachen in Kupferdreh
Tränen beim Sessionsauftakt

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Auch in diesem Jahr feierte der Festausschuss Kupferdreher Karneval sein traditionelles Hoppeditzerwachen ein paar Tage vor dem 11.11. Zahlreiche Jecke fanden sich am vergangenen Sonntag im Preute-Saal in Kupferdreh ein, um gemeinsam mit einem bunten Bühnenprogramm die neue Session zu eröffnen.

Text von Beatrix von Lauff, Fotos von Georg Lukas

Sowohl Stadt- als auch Kinderprinzenpaar machten ihre Aufwartung, und Showtanzgruppen wie "Die kleinen Bister" oder die Jugendgarde der Prinzengarde begeisterten die Gäste. Doch nicht nur das Bühnenprogramm und das Wecken des Hoppeditz standen diesmal im Fokus der Veranstaltung, sondern auch eine offizielle "Zepterübergabe": Gisela und Norbert Tüffers verabschiedeten sich von der großen Bühne beim FKK, das neue Organisationsteam Sabine und Hubert Kost übernimmt.
"Gilla und Norbert Tüffers haben sich um den Karneval auf der Ruhrhalbinsel verdient gemacht", betonte somit auch Bezirksbürgermeister Manfred Kuhmichel, als er die beiden auf der Bühne zwecks Übergabe von Ehrenurkunden begrüßte.
Insgesamt 29 Rosenmontagszüge hatten die beiden FKK-Urgesteine Gilla und Norbert organisiert – mit viel Herzblut waren sie all die Jahre dabei gewesen, erlebten viele schöne Momente – und trugen auch so manchen "Kampf" für "ihren" Rosenmontagszug aus. Und so war es nicht verwunderlich, dass beim diesjährigen Hoppeditzerwachen auch Tränen flossen. Übermannt von ihren Gefühlen, konnte Gilla Tüffers diese kaum zurückhalten.
Doch die beiden Kupferdreher sind auch glücklich darüber, in ihren Wunschkandidaten Hubert und Sabine Kost aus Überruhr die passenden Nachfolger gefunden zu haben. Die Kosts sind von Kindesbeinen an dem Karneval verbunden und eroberten bereits als charismatisches Stadtprinzenpaar die Herzen der Essener Narrenzunft im Sturm.
Apropos Narrenzunft, die musste im Preute-Saal ganz schön die Stimmbänder strapazieren – erst nachdem die kleinen Tänzerinnen auf der Bühne dreimal "Lieber Hoppeditz wach auf" gerufen hatten, betrat dieser (alias Fabian Walaszewski, Bild oben links) laut gähnend die Bühne.
Nachdem er sich den letzten Schlaf aus den Augen gerieben hatte, ließ er in gewohnt kritischer Manier die vergangenen Monate Revue passieren. Werbung im Internet, Datenschutzbestimmungen, Plastikmüll oder Dieselskandal boten genug Zündstoff für seine Rede, bei deren Ausarbeitung ihm keine Geringerer als Peter de Bake zur Seite gestanden hatte.
Als Büttenredner und ehemaliger FKK-Hoppeditz hat sich Peter de Bake bereits seit langem einen Namen auf der Ruhrhalbinsel gemacht. Nun wurde er für sein 50-jähriges Wirken im "Ruhrpöttler"-Karneval mit einer wunderschönen Urkunde aus Metall geehrt.
Geehrt wurde an diesem Vormittag auch Mohammed Issa, Firmenchef des privaten Sicherheitsdienstes Issa Security. Er ist der neue Schirmherr des Kupferdreher Rosenmontagszugs.
"Brauchtum muss geschützt werden", unterstrich auch Manfred Kuhmichel in seiner Ansprache. "Auch wir von der Bezirksvertretung stellen jedes Jahr eine Summe für die Sicherheit des Rosenmontagszugs zur Verfügung."
Die neue Karnevalssession ist mit dem Hoppeditzerwachen nun eröffnet, die Organisation für den 147. Umzug läuft auf Hochtouren – und damit alles gelingt, stehen dem Ehepaar Kost zwei weitere erfahrene Vollblutjecken zur Seite: Manfred Geldmacher (Vorsitzender der KG Rot-Grün) und Peter de Bake.
Die Fotos sind von Georg Lukas

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