Multikulti-Jugendtheater in Kupferdreh

Wann? 18.02.2017 16:00 Uhr

Wo? St. Josef-Gemeindeheim, Heidbergweg 18B, 45257 Essen DEauf Karte anzeigen
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Junge Teilnehmerinnen des Theaterprojekts bei der Probe im Gemeindeheim; hier die Szene „Model-Casting“ Foto: vF
Essen: St. Josef-Gemeindeheim |

Vor gut einem Jahr hat sich Ulrike Schicke aus Kupferdreh dazu entschieden, bei der örtlichen ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit zu helfen. Für die Lehrerin am Viktoria-Gymnasium lag es nahe, etwas zur Förderung der Sprachkompetenz der Flüchtlingskinder beizutragen. Doch das sollte nicht nur durch „einfachen“ Deutschunterricht geschehen.



So kam es zu der Idee, mit Kindern und Jugendlichen Theater zu spielen. Da für Ulrike Schicke auch der integrative Ansatz wichtig war, sollten die Asylbewerber zusammen mit deutschen Jugendlichen auf die Bühne gehen. Begeisterte deutsche Jugendliche waren genauso schnell gefunden wie eine helfende Hand in Person von Ulrike Reinelt, einer guten Freundin.
Bei den Asylbewerbern war das schon etwas schwieriger, denn hier war die anfängliche Zurückhaltung groß. Doch bald waren auch Jugendliche aus Tschetschenien und Serbien dabei. Jungen sind in der Multikultitruppe nicht vertreten, „aber das liegt einfach am Alter“, weiß Schicke. „Die haben andere Interessen, als mit 12-15 Jahre alten Mädchen Theater zu spielen.“

Eintritt frei

Damit war das Projekt eingestielt. Doch was sollten die Jugendlichen auf die Bühne bringen? Das wurde gemeinsam überlegt. So kam es, dass nicht einfach nur ein bekanntes Theaterstück ausgesucht wurde. Stattdessen haben die Kinder mit ihren beiden Regisseurinnen ein eigenes Theaterstück entwickelt. Eine Idee kam zur anderen und bald stellte sich heraus: Der "Traumexpress" kommt auf die Bühne des Kupferdreher Gemeindeheimes St. Josef am Heidbergweg - und zwar am Samstag, 18. Februar, um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Wunschträume und Albträume

Die multikulturelle Gruppe bringt mit dem bunten Theaterstück lose zusammenhängende Szenen auf die Bühne, in denen die jungen Schauspielerinnen von ihren Träumen berichten. Das sind Wunschträume, aber auch Albträume. Das Thema Flucht wurde dabei jedoch bewusst, auf Wunsch der Kinder, außen vor gelassen. So gibt es Wunschträume, wie sie viele junge Mädchen haben: Model werden, die große Liebe. Eine anstehende Mutprobe oder auch Probleme in der Gang führen zu Alpträumen. Alles ganz persönliche Wünsche und Ängste. Mehr wird aber vorab nicht verraten.
Dass dies auch noch alles auf der Bühne des Gemeindeheimes passieren kann, freut die Organisatorinnen sehr, die sich dafür ganz herzlich bedanken.
Nachdem es anfangs völlig offen war, wo es mit dem Projekt hingehen wird, kann man bei den Proben schnell erkennen, dass die Ziele mit dem „Traumexpress“ vollständig erreicht wurden. Wie selbstverständlich arbeiten die jungen Asylbewerber mit den deutschen Jugendlichen zusammen, alle sind gemeinsam mit Feuereifer bei der Sache. Allerdings steigt auch das Lampenfieber, jetzt, wo der Aufführungstermin näher rückt.
Aber das gehört natürlich auch dazu.

Traumexpress
18. Februar, 16 Uhr
Gemeindeheim St. Josef,
Heidbergweg, Kupferdreh
Eintritt frei
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