Konzerte, Ausflüge und Stimmungsabende
Der Ehemaligenchor auf Tour in Österreich

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Früh aufstehen war angesagt am 3. Oktober, denn die Busfahrt, zu der ich vom Ehemaligenchor des Steeler Kinderchores eingeladen war, ging um 5Uhr30 los nach Maria Alm am Steinernen Meer in Österreich. Alle zwei Stunden eine kurze Pause, zwischendurch eine längere mit „kaltem Buffet“ unter freiem Himmel. Am Nachmittag waren bei herrlichem Wetter die ersten Berge zu sehen. Auf der Inntalautobahn bei Kufstein ging´s über die Grenze, dann auf der Südseite des Wilden Kaiser über St. Johann in Tirol und Saalfelden nach Maria Alm. Auf den letzten Kilometern wurden wir noch von einem wundervollen Sonnenuntergang und rotglühenden, schneebedeckten Gipfeln begleitet. Chorleiter Martin Krause empfing uns mit seiner Familie mitten auf der Straße stehend, er war mit dem Auto vorausgefahren. Vor dem Einchecken gab es erst einmal einen ordentlichen Schnaps zur Begrüßung, bevor die Zimmer belegt wurden. Dann Abendessen und gemütlich zusammensitzen.
Zum Frühstück wurde uns ein reichhaltiges Frühstücksbuffet geboten, damit wir gestärkt nach Salzburg fahren konnten, an den schneebedeckten Bergen vorbei durch wunderschöne Täler. Zu Fuß durch die überfüllte Getreidegasse, einen Blick erhaschend auf Mozarts Geburtshaus erreichten wir den Dom, wo der Chor seitlich vom Hochaltar ein kleines Konzert geben durfte. Schnell war er von fast 200 Besuchern umstellt, die begeistert applaudierten und sogar fragten, ob das der Domchor wäre. Ein wunderbarer Klang, eine beeindruckende Kulisse, es war ein Erlebnis. Zurück ging´s wieder an Bischofshofen vorbei mit Blick auf die Sprungschanzen, die man schon vom Neujahrsspringen kennt. Dann wurde es spannend, denn die Fahrt über Dienten am Hochkönig war recht spektakulär mit seinen sehr engen Passagen und Kurven, was nicht jeden im Bus zu Freudensprüngen veranlasste, mir jedenfalls hat es richtig Spaß gemacht.
Um 20Uhr war ein gemeinsames Konzert mit dem befreundeten Chor aus Maria Alm, Choral.m, und dem Waldhornquartett angesagt. Dort hatten einige aus den Männerstimmen für den Rest des Chores, den Chorleiter und das Publikum eine kleine Überraschung bereit: bei der letzten Strophe zum „Kleinen grünen Kaktus“ hatten sie plötzlich Pflaster im Gesicht und hielten einen Kaktus in die Höhe. Die Gäste im Saal waren begeistert. Das Abschlusslied „Majesty“ mit beiden Chören zusammen und dem Waldhornquartett ließ die Gänsehaut sprießen.
Richtige Stimmung kam noch auf, als wir uns spontan im Gasthaus Eder zum Ausklang trafen, wo auch wieder aus voller Kehle gesungen wurde, warum einige Gäste sich dazu entschieden, doch noch nicht nach Hause zu gehen.
Der Samstag war leider ein wenig verregnet, weshalb der Plan, nach der Besichtigung der Brennerei zum begehbaren Jakobskreuz oberhalb von St. Ulrich am Pillersee zu fahren in Plan B geändert wurde. Wir fuhren nach Mittersill zum Nationalparkzentrum, zur Ausstellung über die Alpenregion. Beeindruckend waren vor allem das 3D-Kino und das 360° Kino, in dem man einmal die Entstehung der Alpen und auch herrliche Filme sehen konnte. Man hatte den Eindruck, mitten in den Bergen zu stehen. In Maria Alm zurück zeigte uns Helga noch die Kirche und gab uns einige Erklärungen dazu. Das nahm Martin zum Anlass, sich unbeobachtet an die Orgel zu setzen und eine kleine Probe durchzuführen. Abends zogen wir noch ins Eder zum Ausklang.
Der Sonntag brachte wieder ein wenig mehr Aktion. Nach dem gemeinsamen Frühstück war Probe in der Kirche, denn Die Messe in dieser wunderschönen Kirche sollte der Chor gestalten. Als dann Lara Krause mit ihrer glasklaren Stimme das „Ave Maria“ sang, wurde es in den Bänken ganz still. Der Applaus nach der Messe bestätigte die festliche Stimmung.
Zum Frühschoppen im Haus der Begegnung hatte uns Choral.m nicht nur Getränke zu bieten, sondern auch ein Buffet mit ausgewählten Leckereien, der Grund, warum natürlich der Schnaps nicht fehlen durfte.
Der Abend wurde in der Postalm gefeiert, zu der wir hinauf laufen, oder mit einem kleinen Shuttlebus fahren konnten. Nach dem deftigen Abendessen mit Haxe, Knödel und Sauerkraut kam der Musiker, um uns so richtig in Stimmung zu bringen. Das brachte mich auf die Idee, mir zwei Löffel zu holen und ihn damit zu begleiten, was mir auf dem linken Oberschenkel kräftige blaue Flecken einbrachte, aber auch die Finger hatten ein wenig gelitten. Es hat aber richtig Spaß gemacht. Der Weg im Dunkel nach unten zum Dorf war eine wohltuende Abwechslung und half uns, einen gesunden Schlaf zu finden.
Am Montag Morgen waren die Koffer gepackt und es ging die Fahrt zurück nach Essen. Auf dieser Heimfahrt war es etwas ruhiger, man spürte, dass die Eindrücke in diesen Tagen positive Spuren hinterlassen hatten.
Danke für die Einladung, diese Fahrt mitzumachen.

Autor:

Norbert Janz aus Essen-Steele

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