Die Gilde der Marktschreier in Steele vom 17. bis zum 20.August 2017

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"Ha ha ha! Der bekloppte Holländer ist wieder da.“ Nein, das ist keine Diskriminierung. Das ist einer der Sprüche, mit denen der geschäftstüchtige und lustige Blumenkönig aus Amsterdam für sich und seine Pflanzen und Blumen wirbt. Eine lange Schlange von Käufern hat sich an seinem Stand gebildet, so dass Wurst-Achim, die angeblich lauteste Stimme der Welt, ein wenig neidisch zum Holländer hinüberruft: „Kannst Du mir nicht einige Kunden von dir zu mir herüberschicken?“, um gleich hinzuzufügen: „Wer beim Holländer Blumen kauft, bekommt von mir eine Salami umsonst.“ Ungläubige Blicke. Ob er das wohl ernst meint? Eine ältere Dame, die Blumen gekauft hat, traut sich, geht zu Wurst-Achim, und tatsächlich bekommt sie eine Salami umsonst. Eine Mini-Mini-Salami! Spaß muss sein. Aber wer „hinter die Kulissen schaut“, der weiß, dass das lustige Treiben für die Händler harte Arbeit ist. Von Januar bis November reist die Gilde der Marktschreier durch Deutschland und macht Halt in unterschiedlichen Städten.

„Die Dame war schneller als der Propeller“, schreit Wurst-Achim ins Mikrophon. Da hilft den Marktschreiern inzwischen die Technik, so dass sie ihre Stimme nicht überstrapazieren müssen. Nudel-Dieter, der Junge aus dem Ruhrpott, hat sich vom „bekloppten Holländer“ inspirieren lassen und tönt in das gleiche Horn: „Kommt alle her, beim bekloppten Nudelverkäufer gibt es tolle Angebote.“
Auch Käse-Alex, der jüngste Marktschreier der Republik, Aal-Ole, Gewürze-Uwe und Milka-Micha legen sich gewaltig ins Zeug.

Bezirksbürgermeister Gerd Hampel (SPD) eröffnete am Donnerstag, 17.08.2017, das Spektakel im Beisein der Organisatoren und der lokalen politischen Prominenz. Noch bis Sonntag, 20.08.2017, soll es weitergehen – immer von 10 bis 19 Uhr.

„Blumenmarkt bringt Steeler City zum Blühen“ schrieb eine Zeitung am Dienstag. Auch die Plakate in der Steeler City weisen auf einen Blumenmarkt hin. Das ist leider völlig irreführend. Gab es in den vergangenen Jahren auf dem gesamten Grendplatz einen „Blumen- und Gartenmarkt“, so findet man diesmal nicht eine einzige Blume, sondern Kleidung und Spielzeug aller Arten. Den Stand des holländischen Blumenhändlers als „Blumenmarkt“ zu bezeichnen, fällt schwer.

Ist da im Vorfeld der Planung irgendetwas schiefgelaufen?

Wie dem auch sei, wenn sich das Wetter einigermaßen hält, werden die Besucher weiterhin Spaß an den markigen Sprüchen der Marktschreier haben und die Marktschreier für ihren unermüdlichen Einsatz hoffentlich durch guten Verkauf entschädigt.

Autor:

Manfred Jug aus Essen-Steele

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