Glosse am Montag: Spiderman in Essen-Steele

Vor einer Woche hatte MARITA GERWIN aus Arnsberg den Wunsch, dass ich eine Comicgeschichte schreiben soll.

Ich grübelte und grübelte und grübelte, aus welchem Hut ich die denn herzaubern sollte.
Schnell an den PC gesetzt und meinen alten Kumpel Spiderman angemailt.

Mail@spiderman.com :
Hi Spidy, kannst du mir eine gute Aktionstory rüberschicken? Ich möchte bei einer netten Dame aus dem Ruhrgebiet einen guten Eindruck hinterlassen und brauche eine gute Geschichte. Wenn es geht, kannst du Norman Osborn (der grüne Kobold) auch gleich fragen, ob er noch Material hat. Sowie ich gehört habe, soll dein Erzrivale „Ossi“ einen Sinneswandel gehabt haben und ihr beiden seit jetzt die besten Freunde.
Grüße aus Steele
Ferdinand

30 Sekunden später bekam ich eine Mail zurück. Spiderman hing kopfüber an einem New Yorker Hochhaus, 43 Etage. Er hatte sich an einem Sims mit seinem Spinnennetz gesichert.
Spidy hatte sich beim Daily Bugle, (die New Yorker Zeitung, für die er als Peter Parker inkognito als Fotograf arbeitet) 300 Dollar für sein niegelnagelneues Smartphone geliehen.

Mail@ferdi.de : Hi Ferdinand. Mensch Junge, was macht Steele? Steht das Globus Center noch, oder mittlerweile zusammen gefallen? *kicher*
Hörmal, ich bin im Moment so was von abgebrannt und keine neue Fotostory an Land.
Ich komme morgen nach Essen Steele und mache ein paar spektakuläre Bilder und eine kleine Story dazu.
Gruss aus New York
Spidy

Überglücklich, dass ein Meeting so schnell zustande kommt, sagte ich erstmal alle anderen privaten Termine ab.
Punkt 18 Uhr, ich hatte mein Fenster auf Schräglage, klopfte es von draußen an meiner Scheibe.
„Hey komm runter, ins City Center, was essen“.
„Klar rufe ich Richtung Fußgängerzone aus meinem Fenster, doch Spidy hatte sich schon im Peter Parker Outfit vor meiner Tür an die laterne gelehnt.
Mich wunderte mittlerweile, was seine Schnelligkeit anging, nichts mehr.
Seit einiger Zeit hatte er sich angewöhnt, die Reise von den USA nach Deutschland unterhalb eines Überschallflugzeugs der United States Air Force im Mach3 in einem stabilen Netzkonkon zu verbringen. Ich wollte mir die Reise lieber nicht vorstellen.

Jetzt stand er da, in Blue Jeans und silbernen Jackett bekleidet und wunderte sich, dass ich glatte 27 ½ Sekunden brauchte, um aus der dritten Etage runter zu kommen.
„Du warst auch schon mal schneller, Ferdinand. Bist wohl heute nicht mehr ganz taufrisch, was? Lass uns zu deinem Lieblingsitaliener gehen. Ich habe tierischen Kohl…. ähhh…wie sagt man bei euch“?
„Dampf“, ergänzte ich.
„Ja genau, ich habe Dampf“, strahlte er mich an.
Na ja für einen Us-Amerikaner sprach er eigentlich ganz gut Deutsch, aber was sein Gedächtnis anbetrifft…
Wir gingen schlendernd über die Straße zum Kaiser Wilhelm Platz und kehrten bei Ricardo Papa ins Ristorante Acquario ein. ---à http://www.acquario.de/
Das Ambiente wie immer in gemütlich intimer Beleuchtung. Ideal, wenn man in Ruhe den Abend genießen möchte.
Na oder um mit einem der beliebtesten Superhelden der Vereinigten Staaten ein diskretes Gespräch zu führen. Ricardo und auch sein Bruder Franko sind ja so was von verschwiegen.
Wie sagte Ricardo noch bei unserem letzten Treffen hier: „Selbst eine 150 Jahre alte italienische Schildkröte mit ewigem Schweigegelübte quasselt noch mehr als ich“.
Eins wusste ich, auf Ricardos Worte ist verlass.
Wir bestellten wie fast immer das gleiche Essen. Für Peter gabs eine leckere frische Fliegensuppe mit extra vielen Fleischbeilagen und ich bestellte mir
1. Antipasti bestehend aus Lachsfilet mit Pommerysenf Sauce, Dill und Zitrone
2. Pasta bestehen aus Canneloni mit Spinat, Tomaten und Käse überbacken
3. Beilagen bestehend aus Kartoffelgratin und frischen Saisongemüse
4. Frisches Tiramisu nach Art des Hauses

Wir unterhielten uns über Ägypten, Superhelden und zum guten Schluss unser Lieblingsthema: Frauen.
Alles in allem ein netter Abend. Als wir dann zum Ende des Abends kamen sagte Peter dann seinen Standartsatz: „Ich gehe mich kurz mal frisch machen, während du das Geschäftliche regelst“.
Auf gut Deutsch, ich sollte die Rechnung bezahlen, während Spidy schon mal die Bilder in den alten Zeilen machte.
Dieses Mal kam ich mit der Rechnung gut weg, denn die Suppe ging auf Kosten des Hauses, da nach Ricardos Ansicht nicht genug Fliegen in der Suppe waren und ich hätte 1 Minute zu lange auf mein Essen warten müssen. Zwinkernd schaute er mich an und wünschte uns noch einen schönen Abend.
Vor der Türe stand Spidy in seinem blau roten Kostüm und hatte in den letzten 2 Minuten mindestens 100 Bilder aus dem guten alten Steele geschossen.
„So mein alter Junge, mit den Bildern kann ich beim Daily Bugle richtig Geld rausholen. Die Amis fahren auf deutsche Fachwerkhäuser total ab“.
Kaum hatte Spidy das letzte Wort ausgesprochen, war er auch schon in der Dunkelheit verschwunden.
3 Minuten später bekam ich noch eine SMS von meinem alten Freund: War übrigens ein netter Abend mit dir. Mit der Kohle vom Daily machen wir halbe, halbe. Ich überweise direkt auf dein Konto. Bis bald Ferdinand.

So, hier endet schon die Comicstory.
Ich kann jedem Zweifler dieser wirklich passierten Geschichte nur den Tipp geben, selbst ins Ristorante Acquario zu gehen und Ricardo nach diesem Treffen zu fragen und ihr werdet seine Verschwiegenheit kennenlernen.
Dann wisst ihr auch, dass dieses Meeting wirklich stattgefunden hat.

Ferdinand

PS: Das Bild ist eine Leihweise vom Meister Michael Holtschulte persönlich---à http://www.totaberlustig.com/

Autor:

Ferdinand Waldenburg aus Essen-Steele

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