DSDS "Eine Nacht" von Dieter Bohlen
Klingt wie "100 Jahre"-Hit aus Essen

 Erfolgs-Komponist Klaus Pelizaeus mit Tochter Dana, die als Pop-Schlager-Sängerin ebenfalls sehr erfolgreich ist. 
Archivfoto: Janz
  • Erfolgs-Komponist Klaus Pelizaeus mit Tochter Dana, die als Pop-Schlager-Sängerin ebenfalls sehr erfolgreich ist.
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Ein Lied aus Essen auf dem DSDS-Sieger-Album von Ramon Roselly. Superstar Ramon Roselly startet voll durch. Im DSDS-Finale sang er wieder ein Lied des Essener Komponisten Klaus Pelizaeus. Was bedeutet das für den "Akkordmalocher" aus Haarzopf? Wie geht es jetzt mit seinem Song "100 Jahre sind noch zu kurz..." weiter? Und: Hat Pop-Titan Dieter Bohlen für seinen DSDS-Sieger-Song "Eine Nacht" etwa ein bisschen bei Pelizaeus "geklaut"?

Ramon hat wieder Ihr Lied, das Sie für Randolph Rose geschrieben haben, gesungen. Wie haben Sie das im Finale erlebt?
Klaus Pelizaeus: Es war mal wieder ein schönes Gefühl, einen eigenen Song vor großem Publikum im TV erleben zu können. Einsätze im „ZDF-Fernsehgarten“ oder in „Immer wieder sonntags“ liegen ja schon etwas zurück. Da haben wir daheim natürlich mitgefiebert, dass Ramon nach „100 Jahre“ auch ins Finale kommt.

Komponist Klaus Pelizaeus:
"Plagiatsgerede ist Quatsch,
Ramon Roselly hat
verdient gewonnen."

Und Bohlens DSDS-Siegertitel? Viele hörten es gleich: Die ersten Töne des Refrains von "Eine Nacht" sind mit der von Ihnen komponierten und getexteten Nummer "100 Jahre" identisch.
Was soll's? Ich bin ihm nicht böse, betrachte das mal als eine Form der Anerkennung an mich als Songschreiber. Besser gut geklaut, als schlecht komponiert. Was da von einigen Zeitungen und Portalen von wegen Plagiat kolportiert wird, ist völliger Quatsch. Der Einzige, der Ansprüche anmelden könnte, wäre ich. Aber das brächte Unruhe und würde nur vom Glanz des Siegers ablenken. Für das DSDS-Finale hat Dieter Bohlen mein Lied von Randolph Rose übrigens in Hamburg neu aufnehmen lassen. Ich hörte einen veränderten Synthe-Sound und einen neuen Chor gleich raus, aber das Playback ähnelte natürlich total dem Original aus dem Kamener Hermes-Studio von 2008. Mit diesem hatte sich Ramon beworben und inzwischen mehr als 1,8 Mio. Aufrufe auf youtube.

Und wie geht es dem Original-Sänger Randolph Rose?
Randolph Rose, der das Original aufgrund des DSDS-Hypes auf Fiesta Records noch mal neu rausbrachte, lag gerade in den deutschen Schlagercharts auf Platz 21. In den Single-Downloadcharts liegt er momentan hinter den drei DSDS-Finalisten auf Platz 4. Er profitiert natürlich von Ramons Erfolg. Der aber hat den Titel auch auf seinem zwölf Songs umfassenden Sieger-Album „Herzenssache“ drauf. Das freut mich natürlich. Ich habe gehört, dass hinter den Kulissen der eine oder andere Fernsehsender plant, beide, Randolph Rose und Ramon Roselly gemeinsam, in eine Sendung einzuladen. Jeder kann dann seine Geschichte zu „100 Jahre sind noch zu kurz“ erzählen. Ob beide dann gemeinsam den Song auch vortragen werden, wird man sehen.

Hat Dieter Bohlen
Randolph Rose
voll "gedisst"?

Pop-Titan Dieter Bohlen hat im Finale Randolph aber schon ein wenig „gedisst“...
Naja, für das Schlagermagazin SMAGo wurde ich gebeten, eine Stellungnahme zu liefern. Ich habe denen geschrieben, dass Dieter Bohlen für seine frechen, oft rustikalen Sprüche bekannt ist. Aber das mag ich eigentlich an ihm. Er ist ja grundehrlich, bringt bei so manchem vorgetragenen Schrott einfach Dinge gleich auf den Punkt. Davon lebt ja die Sendung. Nur passiert ihm schon mal eine Flapsigkeit. Beim DSDS-Casting (4. Januar) fand er meinen Song von Ramon erst mal „scheiße und old fashioned“. Eine Minute später hat er seine Meinung ja schon revidiert. Es gefielen ihm Harmonien und Übergänge, als er meinte: „So was findet man heute doch gar nicht mehr. Das könnte doch heute gar keiner mehr spielen. Eigentlich schön“ Und da hat er Recht. Dieter Bohlen ist ja selbst ein alter Schlager-Fuzzy. Mit Ramon hat er in diesem Moment genau den richtigen Kandidaten für sich entdeckt und die ganze Zeit für ihn geworben. Im DSDS-Finale ist aber leider wieder seine Unflätigkeit mit ihm durchgegangen. Warum musste er einen verdienten Künstler wie Randolph Rose, der 50 Jahre auf der Bühne gestanden hat, von Sammy Davis jr. ins Licht gestellt wurde, in der ZDF-Hitparade vertreten war und noch kein böses Wort über Kollegen hat verlauten lassen, in einem Anflug von Arroganz mit lächerlichen Vergleichen degradieren und veralbern? Das ist im höchsten Maße unanständig und gehört sich nicht. Das hat ein Dieter Bohlen auch gar nicht nötig. Ich wünsche Ramon, dem von der Intonation her saubersten und wohl sympathischsten Kandidaten, alles Gute bei seiner Karriere. Er hat verdient gewonnen.

Autor:

Detlef Leweux aus Essen-Steele

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