Dieser Weg
Wird kein Leichter sein...und doch..

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Einsamkeit, hat viele Namen...dieses Lied von Christian Anders, hörte ich in der Jugendzeit gern. Gestern kam es mir wieder in den Sinn.
Mutterseelenallein war ich auf Feld und Flur unterwegs.
Wo sich sonst Hundeleute treffen, wo Stevie mit seinen Kumpels zusammen rennen kann, herrscht Einsamkeit.
Ich gehe meinen Gedanken nach, Einsam fühlen sich so Viele in dieser Zeit.
Ob es in Altenheimen ist, oder all die Alleinlebenden Menschen, egal ob jung oder alt, diese Isolation ist schlimm für Alle.
Ich versuche auf meine Art und Weise, einigen Menschen aus dem Umfeld ein wenig Nähe aus Distanz zu geben.
Ob es die 94 jährige Schwerbehinderte Nachbarin ist, oder der Alleinlebende Nachbar schon weit über 70.
Das geht auf verschiedene Art und Weise, mal ein wenig Hausmannskost verteilen, aus Distanz mit Atemmaske und Handschuhen, oder einfach ein Telefonat oder Plausch am offenen Fenster.
Es tut gut ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern..Mir und Ihnen!
Oder der anderen Nachbarin ein ausgelesenes Buch und einen bemalten Pottstein an die Türe zu hängen und ihr Bescheid zu geben es reinzuholen.
Es sind ganz kleine Lichtblicke in sorgenvoller Zeit.
Auch per Whatsapp kann man alleinstehenden Bekannten ein paar aufmunternde Worte schicken, Bilder, Filmchen oder Tipps wo es gerade Klopapier gibt ( smile) oder Desinfektionsmittel.
Es sind die kleinen Gesten die uns Allen so gut tun!
Auch hier gibt es so viele liebe LK ler, die mir und Uns Gutes tun, die Geschichten und Gedichte schreiben, Fotos oder Ostergrüsse versenden...Es ist ein Zusammengehörigkeitsgefühl das gut tut. Emails wandern hin und her, 
Einsamkeit, hat Viele Namen, doch so, kann man Dies Alles besser ertragen.
Gestern hatte ich einen " Moralischen" - doch da kam ein lieber Ostergruss per Post aus Benrath.
Unerwartet geschmückt mit Osterhasen- da kam Freude auf bei mir.
Danke liebe Marlis , das tat gut.
Meine Stimmung besserte sich und der Tag wurde wieder heller.
So wie auch ich Freude bringen kann, im Kleinen, bringen auch Andere mir Freude...Dafür möchte ich Allen Danke sagen.
Es gibt einen Bibelspruch der mich schon ein Leben lang begleitet:
Tue das Gute und wirf es ins Meer, sieht es der Fisch nicht, so sieht es der Herr!
Meine Fische sehen es, smile..und Gutes tun erfüllt mich immer wieder!

War gestern auch dieser Weg- steinig und leer- traf ich auf dem Rückweg noch den altern Herrn mit Hund, der auf einer Bank sass.
Er grüsste mich freundlich, ich stand 2 Meter abseits mit Maske und er erzählte mir prompt seine Lebens- und Krankheitsgeschichte 
Er ist 84Jahre, geistig sehr fit, aber körperlich doch arg angeschlagen..Wir kamen von Hölzchen auf Stöckchen und sein Lachen wirkte ansteckend .Nach 30 Minuten ging ich dann heim, mit einem Lächeln, mit den Erinnerungen und Erfahrungen eines mir nun nicht mehr Unbekannten Mannes. Wie er hieß- keine Ahnung- aber er wohnte ein paar Häuser weiter.
Ein sozialer Kontakt auf Distanz, tat uns Beiden gut.
Dieser Weg...war plötzlich nicht mehr steinig und leer und die Bäume und Sträucher blühten um die Wette, unzählige Bienen und Vögel flogen umher.
Frühling- Ostern- 2020...
Einsamkeit, hat  viele Namen, seht Euch einfach um, und gebt den Namenlosen ein wenig Freude.
Jeder auf seine Art.
Mitteinander auf Distanz- ein Segen in sorgenvoller Zeit!
Ich wünsche Euch Allen ein besinnliches, und gesundes schönes Osterfest! 
Bleibt gesund!

Autor:

Sabine Hegemann aus Essen-Steele

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