Bundestagspräsident Norbert Lammert lobt (unsere) Anzeigenblätter

Bundestagspräsident Norbert Lammert (re.) liest in seiner Heimat Bochum regelmäßig unseren Stadtspiegel. Beim Besuch unserer Verlagszentrale forderte er „Haltung“ von den Printmedien ein. Unser Bild zeigt ihn v.l. mit Geschäftsführer Haldun Tuncay, Redaktionsleiter Thomas Knackert, stv. Redaktionsleiter Martin Dubois und Lokalredakteur Ulrich Roth. Foto: Nicole Trucksess
  • Bundestagspräsident Norbert Lammert (re.) liest in seiner Heimat Bochum regelmäßig unseren Stadtspiegel. Beim Besuch unserer Verlagszentrale forderte er „Haltung“ von den Printmedien ein. Unser Bild zeigt ihn v.l. mit Geschäftsführer Haldun Tuncay, Redaktionsleiter Thomas Knackert, stv. Redaktionsleiter Martin Dubois und Lokalredakteur Ulrich Roth. Foto: Nicole Trucksess
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Er sei kein Experte in Sachen Anzeigenblätter, stellte Bundestagspräsident Norbert Lammert bei seinem Besuch in unserer Essener Verlagszentrale klar. Aber als „regelmäßiger Leser“ unseres Verlagstitels „Stadtspiegel Bochum“ sieht er die Gattung im Gegensatz zu anderen Printmedien „subjektiv“ auf einem guten Weg.

In Berlin vertritt der protokollarisch zweithöchste deutsche Politiker die Interessen des Parlaments, in seiner Heimatstadt interessiert er sich für das lokale Geschehen. Darüber informiert er sich auch im digitalen Zeitalter weiter gerne aus der Zeitung. Allerdings müssten die Printmedien im Wettbewerb mit den elektronischen Medien bestimmte Bedingungen erfüllen, um weiter Bestand zu haben. Lammert: „Die Zeitung muss eine Haltung haben.“

Wichtiges von Unwichtigem trennen

Dabei käme es darauf an zu erkennen, dass Nutzer die unterschiedlichen Medien prinzipiell für jeweils andere Zwecke in Anspruch nähmen. Norbert Lammert: „Wenn ich etwas wissen will, von dem ich schon weiß, dass es mich interessiert, nutze ich das Internet und bekomme bei der Online-Suche unter Umständen ganze Säcke voll Treffern. Beim Blick in die Zeitung befasse ich mich mit Sachverhalten, die andere vor mir für relevant gehalten und sich professionell damit beschäftigt haben.“ Anders ausgedrückt: Professionelle Journalisten trennen das Wichtige von Unwichtigem und bereiten es für die Zeitungsleser anhand bestimmter Qualitätsansprüche auf.

"Anzeigenblätter sind besser immunisiert"

Das gelingt den verschiedenen Printmedien nach Ansicht des Bundestagspräsidenten in unterschiedlichem Ausmaß. Ihn „irritiere es zunehmend“, dass sich „Print die Arbeitsweise vom Internet aufdrängen lässt“, zeigt Lammert aus seiner Sicht bedenkliche Tendenzen auf. Und ergänzt aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung unter anderem auch als Bochumer Stadtspiegel-Leser: „Ich habe gelegentlich den subjektiven Verdacht, dass sich Anzeigenblätter gegen diesen Trend besser immunisieren als andere Printmedien.“

Autor:

Lokalkompass .de aus Essen-Süd

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