Statt Wohnraum und Kita: Parkplätze
Hängepartie in Essen-Kray

So könnte es auf dem ehemaligen Richter-Gelände an der Joachimstraße aussehen, wenn der Essener Stadtrat endlich den Bebauungsbeschluss fasst. Foto: W&L AG
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Investor Christoph Straube, Vorstand der W&L AG, plant das Projekt "Eastside Living" in Kray: Ein ganzes Jahr lang wurde das Projekt "Eastside Living" ab Ende 2018 geplant. Im November des Vorjahres sollte der Rat der Stadt Essen den Aufstellungsbeschluss fassen, doch die CDU-Fraktion im Stadtrat blockierte das Projekt. Heute - 12 Monate später - sucht der Investor, die W&L AG (Wohnen & Leben AG, Bad Soden) einen Mieter für das langfristige Abstellen von PKW.

Dass die CDU-Fraktion der BV nun beantragt, dass der ASP (Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung) die Beratungen wieder aufnehmen soll, soll Schwung in die Sache bringen. Doch ist es dafür nicht schon zu spät? Die Tagesordnung der kommenden Ratssitzung sieht das Thema nicht vor. Kein Wunder, werden die Ausschüsse nach der Kommunalwahl doch jetzt erst neu besetzt.
Doch Investor Christoph Straube, Vorstand der W&L AG, bringt selbst Schwung in die Sache. "Dass unser Projekt weiterhin kein Thema ist, verwundert uns. Nicht nur die Politiker vor Ort, allen voran der Bezirksbürgermeister, haben unsere Ideen von Anfang an befürwortet. Wir haben das komplette Jahr 2019 gut mit der Essener Stadtplanung zusammengearbeitet. Das lief alles sehr engagiert und kompetent", so Straube. "Im November sollte der Aufstellungsbeschluss kommen und wir wollten dann in die Tiefe der Planungen gehen." Langsam geht Straube aber auch der Atem aus: "Sollte es im ersten Quartal keinen Beschluss geben, vermieten wir das Grundstück langfristig gewerblich zum Lagern und Abstellen von PKW etc. Hierzu haben wir eine Genehmigung im letzten Jahr erwirkt. Dann würde das Projekt erstmal 5 Jahre ruhen, so lange der Mietvertrag läuft."
Fakten, die den ehemaligen Bezirksbürgermeister und neuen SPD-Ratsherrn Gerd Hampel, beunruhigen. "Wir haben als SPD-Fraktion nicht nur auf bezirklicher Ebene von Anfang an zu dem Projekt gestanden, sondern auch unsere Ratsfraktion", unterstreicht er. Im Kommunalwahlkampf habe man dazu das Gespräch mit den Bürgern gesucht. "Wir machen Politik für die Menschen und das Votum der Krayerinnen und Krayer war ganz klar", betont Hampel. "Das Projekt soll umgesetzt werden. Dazu haben wir viele Unterschriften gesammelt, die wir auch nochmal in den neuen Ausschuss geben werden." Dass jetzt die CDU-Fraktion Schwung in die Sache bringen möchte, verwundert den SPD-Ratsherrn. "Die CDU-Fraktion der BV VII hat es nicht geschafft, ihre eigenen Ratsleute vom Projekt zu überzeugen. Sich jetzt das Thema auf die Fahnen zu schreiben, kommt reichlich spät." Trotzdem hofft Hampel, dass es zu einem schnellen Ratsbeschluss kommt. "Ich setze mich nach wie vor mit allen Kräften dafür ein und hoffe sehr, dass die neue CDU-Ratsfraktion nun auch endlich den Nutzen für die Krayer Bürgerinnen und Bürger erkennt und sich nicht länger quer stellt. Vor allem aber, dass der Beschluss zeitnah kommt und wir nach dem seit Jahren brach liegenden Gelände in der Ruhrau nicht die nächste unendliche Geschichte in Kray schreiben. Attraktive Wohnflächen werden hier dringend benötigt."
Wie attraktiv das 52.000 Quadratmeter große Gelände werden könnte, zeigt die W&L AG online unter www.eastside-living.de
161 Reihenhäuser sollen entstehen, die je nach Gebäude Typ zwischen 135 und 150 Quadratmeter Wohnfläche bieten. Jedes Haus bekommt Vorgarten und Garten. "In der Planung sind Garagen und Carports entlang der Bahnstrecke geplant. Diese werden in den Schallschutz integriert. Es wird Fahrrad-Plätze geben, zwei große Spielplätze und viel Grünfläche", beschreibt Christoph Straube.
Außerdem werden drei Mehrfamilienhäuser mit rund 42 Wohneinheiten geplant und eine viergruppige KiTa.
Das Investitionsvolumen wird bei rund 60 Millionen liegen. Jetzt ist erneut der Rat der Stadt Essen gefragt: Wohnen oder Parkfläche, das bleibt in Kray die Frage! msch

So könnte es auf dem ehemaligen Richter-Gelände an der Joachimstraße aussehen, wenn der Essener Stadtrat endlich den Bebauungsbeschluss fasst. Foto: W&L AG
SPD-Ratsherr Gerd Hampel setzt sich von Anfang an für das Wohn-Projekt ein und hofft weiter auf einen schnellen Ratsbeschluss. Foto: Archiv
Autor:

Detlef Leweux aus Essen-Steele

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