Die SPD Essen nominierte gestern ihren Herausforderer für die Kommunalwahl 2020
Oliver Kern: Mit 100 Prozent geht's in den OB-Wahlkampf

Oliver Kern zum LOKALKOMPASS: "100 Prozent, mehr geht nicht. Das sind für mich natürlich total emotionale Momente, wenn ich diesen Rückhalt aus der Partei spüre. Jetzt packen wir es an, die Zeit des Schönredens ist vorbei. Ich werde 2020 Essens Oberbürgermeister werden. Das ist nicht abgehoben, das ist mein, das ist unser gemeinsames Ziel." Fotos: AWO / Marnitz
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  • Oliver Kern zum LOKALKOMPASS: "100 Prozent, mehr geht nicht. Das sind für mich natürlich total emotionale Momente, wenn ich diesen Rückhalt aus der Partei spüre. Jetzt packen wir es an, die Zeit des Schönredens ist vorbei. Ich werde 2020 Essens Oberbürgermeister werden. Das ist nicht abgehoben, das ist mein, das ist unser gemeinsames Ziel." Fotos: AWO / Marnitz

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Unter dem Motto "Sagen, was ist. Anpacken, was angepackt werden muss. Für ein Essener Jahrzehnt der Erneuerung." bewarb sich gestern AWO Essen-Geschäftsführer Oliver Kern in der Aula des Burggymnasiums als Kandidat für die Oberbürgermeister-Wahl im kommenden Kommunalwahljahr. 

In einer leidenschaftlichen wie kampfeslustigen Rede riss der 54-Jährige "seine" Genossen förmlich von den Stühlen. Immer wieder brandete Applaus auf, als Kern, der nach eigenem Lebenslauf nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurde, den Finger in die Wunden sozialer Ungerechtigkeiten in dieser Stadt legte.

Kern bemängelt bei der aktuellen Stadtspitze, dass ein ein Bekenntnis, wo die  Stadt hin will, was sie ausmachen soll und wie das erreicht werden soll, eindeutig fehle. "Einen Plan, der dem unfassbaren Engagement unserer Stadtgesellschaft, von Bürgervereinen, Sportvereinen, Kirchen, Religionsgemeinschaften, Wohlfahrtsverbänden, Kleingartenvereinen, Karnevalsgesellschaften und Schützenvereinen Unterstützung und Halt gibt und sagt: Leute, lasst uns das gemeinsam angehen!"

"Packen wir es an!" - dieses Wahlkampfmotto will der SPD-Kandidat mit Leben und Ideen füllen. Kinderarmut, immer noch fehlende knapp 3.000 Kita-Plätze, kaum sozialer Wohnungsbau, keine Inspiration bei Digitalisierung, Wirtschaftsförderung und Umwelt- und Klimaschutz, das sind Kerns Baustellen, die er ab sofort beackern will.

Der OB-Kandidat wehrt sich gegen eine Stadt, in der die Schere zwischen Arm und Reich, Nord und Süd, immer weiter auseinander gehe. Die Stadt müsse wieder Chancengeber werden und einer wie er, 7. von 10 Kindern, wisse das nur zu genau.

Bisher hatte Oliver Kern, der frühere Geschäftsführer des VKJ, Verein für Kinder- und Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten Ruhrgebiet e.V., immer einen "Gutmensch"-Sticker am Revers. Für seinen Wahlkampf gibt es den Sticker O.K. - eben wie okay und Oliver Kern.

Mit einem Wahlergebnis von 100 Prozent stehen die Essener Genossen hinter ihrem Kandidaten. Und wenn ihnen ein Wahlkampf gelingt, der nur annähernd so scharf ist, wie Kerns-Currywurst bei der anschließenden Nominierungsparty - dann wird es für alle Mitbewerber heiß.

Die Kern-Themen sind da - sie müssen jetzt an die Frau und den Mann gebracht werden, damit es der Partei in Essen - viel besser als es derzeit auf Bundesebene passiert - gelingt, klar zu machen, wofür die SPD steht.

Oliver Kern zum LOKALKOMPASS: "100 Prozent, mehr geht nicht. Das sind für mich natürlich total emotionale Momente, wenn ich diesen Rückhalt aus der Partei spüre. Jetzt packen wir es an, die Zeit des Schönredens ist vorbei. Ich werde 2020 Essens Oberbürgermeister werden. Das ist nicht abgehoben, das ist mein, das ist unser gemeinsames Ziel."

Autor:

Detlef Leweux aus Essen-Steele

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