Trauer-Spiel um verkaufsoffene Sonntage!

Auch 2014 wird es in Steele vier verkaufsoffene Sonntage geben. Foto: Archiv
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22 verkaufsoffene Sonntage gibt es in Essen in diesem Jahr. 2014 wird die Zahl auf 11 halbiert. Grund ist eine Gesetzesänderung auf Landesebene. Das bedingt eine gründliche Absprache unter den Werbe- und Interessengemeinschaften, die für ihren Bereich jede Sonntagsöffnung beantragen müssen.
Am Mittwoch trafen sich Vertreter aus den Stadtteilen mit jenen des Einzelhandelsverbandes der Stadt. Aus Steele war für den „Initiativkreis City Steele“ der Vorsitzende Léon Finger dabei. Schon vor dem Treffen hatte es eine Einigung für die in Sachen Sonntagsöffnung sehr aktiven Stadtteile gegeben, um besonders wichtige Termine zu koordinieren. Nach dem Mittwochgespräch erklärte Finger: „Der Gesetzgeber hat mit der neuen Regelung eigentlich nur eine Augenwischerei betrieben. Denn z.B. in Steele ist es ja bei vier verkaufsoffenen Sonntagen geblieben, die zu den bekannten Traditionsfesten stattfinden werden. Neu ist lediglich, dass jetzt zeitgleich auch in anderen Stadtteilen ein offener Sonntag stattfinden wird. Die Geschäftswelt gerät so unnötig in Konkurrenzdruck und die Arbeitnehmer müssen wie bisher viermal im Jahr am Sonntag ran. Ich glaube, dass die Steeler Verkaufssonntage durch die an sie gekoppelten und über die Stadtteilgrenzen hinaus bekannten und anerkannten Traditionsfeste auch 2014 erfolgreich bleiben.“
Die genaue Festlegung soll erst nach dem 5. Juni bekannt gegeben werden. Bis dahin kann aus den einzelnen Gremien noch Einspruch erhoben werden.

Bervormundung der Bürger
und der Geschäftswelt

KOMMENTAR:
Mittlerweile sind wir es ja gewohnt, von der Politik bevormundet zu werden. Beim Rauchen oder Nicht-Rauchen wie beim Einkaufen oder Nicht-Einkaufen. Die neue Regelung zu den verkaufsoffenen Sonntagen ist ein weiterer Akt im landespolitischen Trauerspiel. Sie hilft denen nicht, die am Feiertag malochen müssen. Sie hilft den Bedenkenträgern z.B. auf kirchlicher Seite nicht. Und die Stadtteile selbst werden in einen völlig unnötigen Wettstreit um die Kunden getrieben, wenn gleich mehrere Bummelsonntage an einem Termin stattfinden.

Autor:

Detlef Leweux aus Essen-Steele

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