Und täglich grüßt die Standort-Frage: Pläßweidenweg Asylstandort oder Gewerbegebiet?

Nach Rückkehr aus dem Urlaub hat sich nun auch der für Horst zuständige CDU-Ratsherr Friedhelm Krause in die Diskussion um die geplanten Wohncontainer für Asylbewerber am Pläßweidenweg eingeschaltet.


Friedhelm Krause: „Für mich steht außer Frage, dass die unserer Kommune zugeteilten Asylbewerber menschenwürdig in Essen untergebracht werden. Beim vorgeschlagenen Standort Ruhrau/Pläßweidenweg, sehe ich jedoch noch erheblichen Klärungsbedarf.

CDU-Ratsherr Krause fordert Infos!

Daher erwarte ich, dass die Verwaltung rechtzeitig vor der im September anstehenden Ratsentscheidung die vielen noch offenen Fragen schlüssig und nachvollziehbar beantwortet. Zunächst einmal möchte ich den zu Unrecht gescholtenen Sozialdezernenten Peter Renzel ausdrücklich in Schutz nehmen, denn Herr Renzel ist lediglich ‚Besteller‘ von Grundstücken, die als Asylstandorte in Frage kommen können. Die Flächen selbst werden maßgeblich von der Immobilienwirtschaft, für die der Oberbürgermeister Reinhard Paß und der Planungsdezernent, Stadtdirektor Jürgen Best, verantwortlich zeichnen, festgelegt. Wenn also Jürgen Best das Grundstück als dauerhaften Asylstandort durchwinkt, obwohl er z.Zt. für den Sportplatz Ruhrau von seinem Fachbereich Planung und Bauordnung dem Vernehmen nach ein Bebauungsplanverfahren vorbereiten lässt, dann hat mich dieser Sachverhalt doch sehr verwundert. Wenn also jemand ein unglückliches Bild abgibt, dann ist das der für die Überplanung dieses Bereiches zuständige Planungsdezernent Jürgen Best. Hier erwarte ich eine Klarstellung durch den Planungsdezernenten.

Nicht Renzel, sondern Best schuld am Hin und her?

Wobei auch die Frage zu beantworten ist, warum der Sportplatz im Februar zunächst als befristeter Asylstandort geplant war, jetzt auf einmal als dauerhafter Standort in Frage kommen soll. Außerdem ist für mich der mögliche Alternativstandort (ehem. Pumpwerk Pläßweidenweg) noch nicht abschließend geprüft. Der Ruhrverband als Grundstückseigentümer muss zunächst noch Detailinformationen, die für die Prüfung als Containerstandort und der Bebaubarkeit erforderlich sind, liefern. Insofern kann auch noch keine abschließende Prüfung stattgefunden haben. Nach erster Einschätzung des Ruhrverbandes soll grundsätzlich eine Containerbebauung machbar sein.
Durch die Einbeziehung der nördlich angrenzenden Grünfläche kann meines Erachtens die Kapazität auch auf 100 Plätze erweitert werden. Falls die Prüfung des Alternativstandortes dennoch negativ ausgehen sollte, ist auch zu klären, ob auf der Fläche des Sportplatzes nicht trotzdem eine Teilvermarktung für Gewerbe mit dem Ziel der Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze möglich wäre.
Völlig neue Aspekte könnte auch der von der Stadtverwaltung forcierte Bau einer Asylaufnahmeeinrichtung des Landes bringen, da diese neben einer erheblichen Kostenersparnis für die hoch verschuldete Stadt Essen zusätzlich auf die Aufnahmequote angerechnet würde, und dadurch einige geplante Asylunterkünfte, möglicherweise auch der Standort Pläßweidenweg nicht mehr benötigt würde.“

Autor:

Mareike Schulz aus Essen-Steele

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