"Löwes Lunch": Selbstgebasteltes – Geschenke auf letzte Sekunde

Haben Sie auch noch nicht alle Weihnachtsgeschenke zusammen? Wie wäre es dann mal, wenn Sie etwas ganz Persönliches von sich, etwas Selbstgemachtes schenken?
Aber Vorsicht, die Bastelarbeit muss schon durch eine gewisse Klasse überzeugen. So habe ich z.B. einmal eine ganze Rutsche Besteckeinteilungen für Küchenschubladen gesägt und geleimt. Na gut, die waren jetzt ein wenig dicker als die „normalen“, die man kaufen kann, dafür aber auch robuster. Richtig benutzt hat sie aber nur meine Mutter, andere Beschenkte missbrauchten meine Holzarbeit, um Garagenregale abzustützen, Dartscheiben anzubringen usw.
Eine Freundin hat mir mal einen Pullover gestrickt. Schöne Zopfmuster-Geschichte, allerdings muss der Materialeinkauf ein Schnellschuss gewesen sein. Denn nach der ersten Wäsche konnte man das Ding gar nicht mehr over pullen - es war zu einer Art Kartoffelsack mutiert.
Ihnen fehlen die Ideen? Kein Problem. Wie wäre es z.B. mit einem „Euro-Rettungsschirm“? Einfach einen Regenschutz mit Scheinen oder Münzen lustig bekleben. Der Zaster ist ja bald eh nichts mehr wert und kann ruhig nass werden.
Sie haben Bekannte, die gerne spielen? Dann basteln Sie doch einfach ein „Bär-Lus-Coni“. Das Ziel des Spiels ist es, ein europäisches Land so lange zu regieren, bis es in Trümmern liegt. Im Spielverlauf werten bunte Ereignis-Karten, die sich um die Organisation von wilden Partynächten, Seitensprüngen mit Girlies und Bestechungen drehen, das Ganze auf.
Trinkspiel gefällig? Dann ist „Ich fege da, wo du’s nicht siehst!“ die richtige Wahl. Rufen Sie in fröhlicher Runde ihren Mitspielern Straßennamen zu. Dann muss geraten werden, ob die Stadt hier Winterdienst verrichtet hat, oder nicht. Dann über Google-Street-View nachprüfen und derjenige, der falsch liegt, muss einen heben!
Für Fußball-Fans: Schenken Sie ein in Schwarz-Gelb gehaltenes „Borussen-Band“. Pro Bundesliga-Spieltag kann man immer einen Tabellenplatz von oben abschneiden, bis sich die Kloppo-Elf wieder unterhalb der europäischen Wettbewerbe einsortiert hat. Geht auch in Blau-Weiß und andersherum: immer ein Stück ankleben, bis Magaths Schalker Meister werden. Dieses Geschenk wird also über Jahre in Benutzung bleiben!
Für Kinder, die beim Spielen ja auch schon was fürs Leben lernen sollen, eignet sich „Hürdi“. Aus Lego wird eine Fünf-Prozent-Hürde gebaut, über die man kleine gelbe Springer schnippen muss. Doch Vorsicht: Auf dem Hindernis sitzen Wikileaks-Maulwürfe, die das verhindern wollen. Und außerdem macht im Spielverlauf immer ein gelbes Männchen plötzlich und unerwartet so die Welle, dass alle anderen nur noch tiefer fallen. Also, frisch ans Werk!

Autor:

Detlef Leweux aus Essen-Steele

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