Abschied für eine Kunstaktion - 14-tägiges Gruga Bad für die Emschergroppe ist beendet

Der 4. November war der letzte Tag für die Emschergroppenplastik im Grugabad - Zum Ausklang gab es Wasser von unten und Niesel von oben.
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  • Der 4. November war der letzte Tag für die Emschergroppenplastik im Grugabad - Zum Ausklang gab es Wasser von unten und Niesel von oben.
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Eigentlich ist die Emschergroppe ja ein sehr kleiner, ausgewachsen noch nicht einmal 10 cm langer Fisch, der sich vor langer Zeit von seinem erheblich zahlreicher vorkommenden Verwandten Rheingroppe abgespalten hat. Lange glaubte mensch sogar, mittlerweile sei diese Groppensorte im Zuge all des Drecks und der Betonierung der Emscher ausgestorben. Schön dass in einigen Nebenzuflüssen der Emscher, die nicht völlig zur Kloake werden mussten, kleine Populationen dieses Fischs bis heute durchhalten konnten.

Fische für die Emscher

Jetzt wo doch immer mehr Flußkilometer und Nebenflüße der Emscher wieder renaturiert werden, läßt er durch Aktivitäten der Emschergenossenschaft dort wieder heimisch machen. Ein leckerer Speisefisch für Menschen wird die Emschergroppe wohl auch künftig nicht werden, wenn er aber wieder zahlreich auf und im sauberen Emscherschlamm herumgründelt, kann er vielleicht  Nahrungsbasis für andere größere Fischarten werden.
Zwar ist die Emscher im Essener Stadtgebiet zwischen Altenessen und Karnap leider noch nicht im renaturierten Zustand, sondern strahlt vorerst weiterhin den bekannten Köttelbecken-Charme aus. Gemeinsam aber mit der Emschergroppe wollen wir uns gern schon einmal an Spaziergänge entlang der schönen blauen Emscher gewöhnen, aus der dann ab und an einige Emschergroppen herausspringen.

Neues Leben für das Grugabad

Eine Künstlergruppe hatte jetzt für 2 Wochen mit einer "Plastik aus Plastik" schon einmal für etwas Vorfreude gesorgt. Mit der Emschergroppenskulptur wurde das eigentlich in die Herbst- und Winterruhe gefallene Grugabad noch einmal belebt.  Jede Menge Plastiktüten verdichteten sich oberhalb des Nichtschwimmerbeckens zu einer riesigen bunten und windbewegten Fischplastik.
Wer davon neugierig geworden ist, könnte sich nach der Kunstbetrachtung sicherlich in die U-11 setzen und direkt mit den U-Bahn runter in die Emscherniederung fahren, um zu erleben, wieviel Lebendigkeit unsere Emscher sogar schon heute ausstrahlt.
Und ähnlich der Emschergroppe wollen wir Essener*innen sicherlich auch das zweite Leben für unserer Grugabad durchsetzen.
Deshalb also ein freundliches "Auf Wiedersehen" für die Emschergroppe. Und in den nächsten Jahren Baden dann wieder nicht nur Kunstfische, sondern ganz viele Essener Bürger*innen in den Becken des Grugabads und das hoffenlich nicht nur in wenigen Sommerwochen.

Autor:

Walter Wandtke aus Essen-Nord

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