Oper in Essen
Auf die Probe gestellt: Mozarts Oper "Cosi fan tutte" im Aalto-Theater

In Mozarts Oper wird die Liebe und die Ehe als eine wechselhafte Institution inszeniert.
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  • In Mozarts Oper wird die Liebe und die Ehe als eine wechselhafte Institution inszeniert.
  • Foto: Matthias Jung
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"Cosi fan tutte" bringt die großen Gefühle in einer psychologischen Enthüllung der Verstrickungen von Liebe, Treue und tiefen Sehnsüchten auf die Bühne. Und die Musik macht den Blick auf die Wahrheit möglich.

Das Aalto-Musiktheater präsentiert Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Cosi fan tutte“ als letzte Premiere der Spielzeit 2018/2019. Die musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor Tomáš Netopil, der damit seinen Mozart-Schwerpunkt am Aalto-Theater fortsetzt. Der englische Regisseur Stephen Lawless feiert sein Regie-Debüt am Essener Opernhaus. In der Vergangenheit konnte man seine Arbeiten an etlichen großen internationalen Bühnen sehen, darunter die Metropolitan Opera New York („Don Giovanni“), das Royal Opera House Covent Garden („Titus“), die Opera Philadelphia („Die Hochzeit des Figaro“) und das Mariinsky-Theater St. Petersburg („Boris Godunov“).

Mit „Cosi fan tutte“ schufen Wolfgang Amadeus Mozart und sein Librettist Lorenzo da Ponte eine psychologische Versuchsanordnung über Liebe, Treue, verborgene Sehnsüchte und Enttäuschungen, die bis heute hinsichtlich ihrer Raffinesse ihresgleichen sucht. Was als scheinbar heiteres Spiel beginnt, wird bald bitterer Ernst. Einzig die Musik wagt es, den Kern des Spiels zu enthüllen und die wahren Leidenschaften der Protagonisten ans Licht zu bringen.

Täuschungen erwecken
verborgene Leidenschaften

Alles beginnt mit einer Wette. Angestachelt von dem lebenserfahrenen Don Alfonso wollen Ferrando und Guglielmo die Treue ihrer Verlobten Dorabella und Fiordiligi testen. Also täuschen die beiden jungen Männer eine Kriegseinberufung vor, kehren verkleidet zurück und werben über Kreuz um die Gunst der jeweils anderen Frau. Bald schon unterliegen diese ihren Verführungskünsten, denn Così fan tutte – So machen’s alle (Frauen?). Doch nun entspinnt sich ein emotionales Verwirrspiel. Wer liebt jetzt eigentlich wen?

Kaum zu glauben, dass Kaiser Joseph II. diesen brisanten Stoff persönlich initiiert haben soll und das Werk ausgerechnet zur Zeit der Französischen Revolution 1790 am Wiener Burgtheater zur Uraufführung kam, wo es doch in einer Zeit politischer Unruhen demonstriert, dass auch gesellschaftliche Institutionen wie die Ehe nicht unantastbar sind.

Weitere Vorstellungen im Aalto-Theater am 9., 12., 22., 27. Juni und 4., 13. Juli.

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