Verborgene Orte
Ausstellung von Foto-Kunstwerken von Andy Scholz im Mathildenhof

Mit diesem und weiteren Foto-Kunstwerken zeigt Andy Scholz im Mathildenhof verborgene Orte.
  • Mit diesem und weiteren Foto-Kunstwerken zeigt Andy Scholz im Mathildenhof verborgene Orte.
  • Foto: Nora Klein
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Die Fotografische Arbeit "Gitter, Zaun, Schranke - mit der Kamera auf der Suche nach verborgenen Orten" von Andy Scholz wird im Mathildenhof, Rüttenscheid, ausgestellt. Von November bis 1. Februar ist sie von Montag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr, geöffnet. Die Vernissage findet Freitag, 16. November, 18.30 Uhr, mit Musik von Tankred Stachelhaus, E-Gitarre, statt.

Erstmalig zeigt der in Essen lebende Künstler und Autor Andy Scholz eine Auswahl von fotografischen Arbeiten, die seit 2002 in Essen und im Ruhrgebiet entstanden sind. Scholz studierte bei Jörg Sasse an der Folkwang Universität der Künste in Essen und assistierte dem bekannten Fotografen Andreas Gursky in Düsseldorf. Seit 2012 unterrichtet er unter anderen an der Universität in Regensburg und war Gastdozent an der North Dakota State University in Fargo (USA) sowie an der Fachhochschule Würzburg.

Scholz hält seine Kamera auf verbotene, verlassene Plätze, Baustellen oder verborgene Räume, also auf Orte, die im Alltag an uns vorbeigleiten. Urbane Ecken und ‚Unorte’, die sich einer direkten Interpretation verweigern, aber gleichzeitig ein weites visuelles Spannungsfeld eröffnen. Dem Künstler geht es um „die Suche nach dem Dadurch, Dahinter, Dazwischen und Darunter". Grenzen, Absperrungen und Widerstände sollen neugierig machen, aber auch verstanden und überwunden werden. „Gute Bilder sind für mich Bilder, die mehr zeigen, als der Betrachter auf den ersten Blick zu sehen vermag“, erklärt der 47-Jährige.

Dafür setzt er sich mit Stadtstrukturen und -planungen auseinander und nähert sich Architekturdetails und -formen an. Sein Fokus richtet sich dabei immer auch auf die Stadt selbst, „denn in ihr spiegeln sich die Geschichte und das Gedächtnis der Gesellschaft und soziales Handeln wider“. Durch architektonische Planungs- und Baumaßnahmen, Restaurationsarbeiten und Verkehrsführungen im öffentlichen und halböffentlichen Raum entstehen undefinierte und provisorische Bereiche wie Hohlräume, Zwischengeschosse, Schächte und Unterführungen. Diese bilden für Scholz eine eigene Realität.

Die Einblicke in diese urbanen Zusammenhänge werden zum künstlerischen Material. Daraus und nicht zuletzt auch aus den persönlichen Vorstellungen über diese Orte generiert der Künstler seine Motive.

In seinen Arbeiten sucht er nach einer gesellschaftlich-soziologischen, systematisch-analytischen Betrachtung und nach Antworten: Wie entstehen diese Räume, was repräsentieren sie? Die unvoreingenommene Sichtweise wird zu einem modellhaften und kulissenartigen Bild.

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