Gesellschaftsspiel "Tableau Vivant" führt durch die Corona-Zeit
Bredeneyer Goetheschüler werden zu Gemälden

Miguel aus dem Jahrgang 6 hat sich in das Gemälde "Der Schrei" von Edvard Munch versetzt.
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  • Miguel aus dem Jahrgang 6 hat sich in das Gemälde "Der Schrei" von Edvard Munch versetzt.
  • Foto: Goetheschule
  • hochgeladen von Petra de Lanck

Für absolute Begeisterung sorgte in der Zeit des homeschoolings eine Idee des Fachbereichs Kunst der Bredeneyer Goetheschule. In Anlehnung an ein Gesellschaftsspiel aus dem 18. Jahrhundert namens "Tableau vivant" verwandelten sich Schülerinnen und Schüler quasi selbst zu Kunst und stellten berühmte Gemälde nach. Nicht nur Kleidung, sondern auch Bildhintergrund und Ausdruck spielten dabei eine große Rolle.

Miguel steht am Brückengeländer und formt seinen Mund zu einem Schrei. Welches berühmte Kunstwerk er darstellt, ist dem Betrachter sofort klar. "Kunst ist nunmal ein sehr kreatives Fach", betont die stellvertretende Rektorin der Goetheschule Susanne Schnell, die zugleich auch Kunstlehrerin am Bredeneyer Traditionsgymnasium ist. Zusammen mit der Kunstreferendarin Julika Mischke entdeckte sie im world wide web die Quarantäne-Challenge des Getty Museums in Los Angeles und beschloss: "Da machen wir mit!"

Aufruf des Getty Museums in Los Angeles

"Getty hat den Aufruf weltweit für Soziale Netzwerke gestartet", erklärt Susanne Schnell. Über die Klassencloud wurde zunächst ein Arbeitsblatt erstellt, das den Schülern eine völlig freie und sehr kreative Entfaltung erlaubte. Welches Kunstwerk sie schließlich umsetzen wollten, konnten sie sich selbst aussuchen.
"Uns war wichtig, dass das Projekt zuhause gut umsetzbar war", betont die Konrektorin. Einige Schüler zeigten sich so begeistert von der Aktion, dass sie gleich drei bis vier Motive nachstellten. "Teilweise hat die ganze Familie mitgemacht", freuen sich die Kunstpädagoginnen.
Während manche lediglich in Sachen Kleidung auf perfekte Umsetzbarkeit achteten, haben andere gleich den gesamten Hintergund kopiert oder auch kunstvoll verfremdet. Wieder andere bauten Klopapierrollen mit ein und verwiesen so augenzwinkernd auf die Corona-Situation.

Ergebnisse auf der Schulhomepage

Klar war, dass die Ergebnisse auf der Schulhomepage veröffentlicht werden und später ihren Weg in die Schulzeitung "Der Turm" finden - zusammen mit einem ausführlichen Bericht versteht sich.
Hauptsächlich an der Aktion beteiligt waren Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6. Aber auch einige des 7. Jahrgangs waren kreativ mit von der Partie.
Gerne genommene Motive waren neben Vermeers Mädchen mit dem Perlenohrring auch Magrittes Apfel-Motiv sowie Munchs Schrei, den Miguel kongenial umgesetzt hat.
Trotz der Verbannung in die eigenen vier Wände konnten die Goetheschüler ihrer Phantasie freien Lauf lassen und Kunst schaffen, die sie sich auch in späteren Jahren noch gerne anschauen werden. Alle Werke der Challenge im Überblick gibt es auf der Schulhomepage unter www.goetheschule-essen.de.

Autor:

Petra de Lanck aus Essen-Süd

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