Inklusive Kunstausstellung im Jetzt & Hier

Die Ausstellung stößt auch bei den Künstlerinnen und Künstlern auf Begeisterung.
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  • Die Ausstellung stößt auch bei den Künstlerinnen und Künstlern auf Begeisterung.
  • Foto: Claudia Schäfer Rauch
  • hochgeladen von Meike Coenders

Bunte Bilder zieren aktuell die Wände des urigen Cafés Jetzt & Hier in Frohnhausen. Die farbenfrohe Dekoration hat der Betreiber Nenad Stamenkovic den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Künstlertreffs KTK der Evangelischen Stiftung Hephata zu verdanken.

Seit rund 3 Jahren sind im KTK Menschen mit Behinderung künstlerisch aktiv. Die Treffen finden in der Wohngruppe Ohmstraße statt. Dort arbeitet Claudia Schäfer Rauch, die den Treff damals nach einer längeren Pause wieder aufleben ließ. „Für mich steht der pädagogische Gedanke im Vordergrund“, erklärt sie und berichtet stolz, dass sich die Motorik vieler Teilnehmenden über die Monate stark verbessert hat. Zudem ist der Künstlertreff eine gute Möglichkeit sich miteinander auszutauschen. „Es sind ungefähr 12 regelmäßige Teilnehmerinnen und Teilnehmer und dann kommen noch einige sporadisch“, führt die Schäfer Rauch aus. Für die Dauerausstellung im Jetzt & Hier haben 17 Personen Kunstwerke beigesteuert, darunter auch Menschen ohne Behinderung, denn die Ausstellung ist inklusiv. Das Jetzt & Hier ist ein beliebter Treffpunkt für die Menschen, die in der Wohngruppe Ohmstraße leben oder arbeiten. So machen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier gerne ihre Teamsitzungen, ebenso gerne kommen die Anwohner auf einen Kaffee vorbei. Als Claudia Schäfer rauch den Betreiber fragte, ob eine Ausstellung denkbar wäre, war dieser daher sogleich begeistert und tauschte die bisherige Wanddekoration gegen die neuen Werke aus. Schon am Tag der Vernissage am 13. August wurden zahlreiche Bilder verkauft und dies setzt sich seither fort. „Es waren viele Gäste da und auch jetzt ist die Ausstellung beliebt. Wir sind richtig unter Druck neue Werke nachzuliefern“, lacht Schäfer Rauch, die nach eigener Aussage viel von den Künstlerinnen und Künstlern lernen kann. „Der Umgang mit der Kunst ist so spontan. Sie arbeiten nicht so verkrampft, sondern frei nach Laune“, erläutert die engagierte Pädagogin, die auch schon in Namibia gearbeitet hat.
Für die ausstellenden Menschen ist diese Form der Wertschätzung ihrer Arbeit ein besonderes Erlebnis. Sie stecken jede Woche viel Arbeit in ihre Werke und erfahren nun, dass diese Mühe anerkannt wird.
Die Evangelische Stiftung Hephata arbeitet in Essen und Oberhausen seit 22 Jahren für Menschen mit Behinderung. Dazu zählen neben Wohn- auch Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebote. Dabei liegt ein besonderer Fokus darauf, den Menschen regionale und inklusive Möglichkeiten zur Teilhabe zu ermöglichen.
Auch für den nächsten Termin gibt es bereits einen Plan: „Beim nächsten KTK-Treffen starten wir ein Upcycling-Projekt. Wir wollen einen alten Schrank aufbereiten.“ Ob in Kürze dann ein Schrank im Café stehen wird bleibt abzuwarten, doch auf immer neue Bilder kann sich der Gast dort verlassen.

Autor:

Meike Coenders aus Essen-West

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