Offizielle Preisverleihung findet erst im Oktober statt
Internationaler Folkwang-Preis für Fotografin Barbara Klemm

Barbara Klemm zählt zu den bedeutendsten Fotografinnen der Nachkriegszeit und hat mit ihren Reisedokumentationen, Portraits oder Aufnahmen politischer Umbrüche und alltäglicher Szenen das Bildgedächtnis Deutschlands über mehrere Jahrzehnte hinweg geprägt.
  • Barbara Klemm zählt zu den bedeutendsten Fotografinnen der Nachkriegszeit und hat mit ihren Reisedokumentationen, Portraits oder Aufnahmen politischer Umbrüche und alltäglicher Szenen das Bildgedächtnis Deutschlands über mehrere Jahrzehnte hinweg geprägt.
  • Foto: Nikolaus Schölzel
  • hochgeladen von Nina van Bevern

Der Internationale Folkwang-Preis geht in diesem Jahr an Barbara Klemm . Sie zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Fotografinnen Deutschlands. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird seit 2010 vom Folkwang-Museumsverein vergeben. Die offizielle Preisverleihung findet am 4. Oktober im Rahmen des festlichen Jahresempfangs des Museumsvereins statt.

Ulrich Blank, Vorsitzender des Folkwang-Museumsvereins.: „Barbara Klemm hat mit ihrem fotografischen Lebenswerk aus humanistischer und künstlerischer Perspektive zur Rezeption und Vermittlung von gesellschaftlichen Entwicklungen im Sinne der Folkwang-Idee entscheidende Impulse beigetragen. Sie hat damit die Etablierung der Fotografie als Kunstform jenseits ihrer Musealisierung entscheidend gefördert. Als eine Fotografin, die den Menschen in den Mittelpunkt rückt, hat Barbara Klemm politischem Handeln in Mitteleuropa fotografische Denkmäler gesetzt; auf fotografischen Reisen in andere Kontinente hat sie ein alternatives Bild außereuropäischer Kulturen in ideeller Verwandtschaft zu Karl Ernst Osthaus gezeichnet. Mit Weitblick und großer künstlerischer Integrität hat sie ein breites Publikum in den demokratischen Massenmedien sensibilisiert und mit einfühlsamen Portraits vielen Menschen die Lebenswelten von Kulturschaffenden vermittelt und nahe gebracht.“

Bedeutende Fotografin der Nachkriegszeit

Barbara Klemm zählt zu den bedeutendsten Fotografinnen der Nachkriegszeit und hat mit ihren Reisedokumentationen, Portraits oder Aufnahmen politischer Umbrüche und alltäglicher Szenen das Bildgedächtnis Deutschlands über mehrere Jahrzehnte hinweg geprägt. Eines ihrer berühmtesten Fotos, der „Bruderkuss“ zwischen SED-Parteichef Honecker und Sowjetführer Breschnew (1979), ging vielfach um die Welt. Geboren wurde die Fotografin am 27. Dezember 1939 in Münster/Westfalen. Aufgewachsen in Karlsruhe absolvierte sie dort von 1955 bis 1958 eine Fotografenlehre in einem Portraitatelier. 1959 begann sie für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) zu arbeiten, für die sie von 1970 bis Ende 2004 als Redaktionsfotografin mit Schwerpunkt Politik und Feuilleton tätig war. Seit 1992 ist sie Mitglied der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg und seit 2000 Honorarprofessorin an der FH Darmstadt im Fach Fotografie am Fachbereich Gestaltung.

Förderung und Vermittlung von Kunst

Mit dem mit 10.000 Euro dotierten Internationalen Folkwang-Preis zeichnet der Folkwang-Museumsverein seit 2010 Personen und Institutionen aus, die sich im Sinne des Museumsgründers Karl Ernst Osthaus in besonderer Weise für die Förderung und Vermittlung von Kunst an eine breite Öffentlichkeit verdient gemacht haben. Bisherige Preisträger sind Neil MacGregor (2010), Reinhold Würth (2013), Hans Ulrich Obrist (2015) und Okwui Enwezor (2017).

Autor:

Lokalkompass Essen-Süd aus Essen-Süd

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