Aqua Tinta feiert Auftakt und Ende
Jahresrückblick und neuer Kalender in der Radierwerkstatt

Hier wartet sicherlich das ein oder andere Weihnachtsgeschenk.
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  • Hier wartet sicherlich das ein oder andere Weihnachtsgeschenk.
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Es riecht nach Kerzenwachs, Quiche und nach - Kunst. Wie Kunst riecht? Unverkennbar, den schon beim Betreten des kleinen Ateliers in Frohnhausen steigen die Gerüche der Farben und Materialien in die Nase der Besucher und machen diese noch neugieriger.

Nicht nur für die Mitglieder der Radierwerkstatt ist die alljährliche Kalenderausstellung eine liebgewonnene Tradition. Auch von den rund 500 Eingeladenen nutzt eine Vielzahl die Gelegenheit, um in Vorweihnachtsstimmung zu kommen. „So 350 bis 400 Personen kommen schon“, schätzt die Künstlergemeinschaft.
Die Mitglieder der Radierwerkstatt erstellen in jedem Jahr gemeinsam einen Kalender, über dessen Verkauf sie ihr Arbeiten im Wesentlichen finanzieren. „Meistens beginnen wir mit den Vorbereitungen im August. Üblicherweise arbeiten wir nicht gleichzeitig hier in der Werkstatt, aber für den Kalender kommen wir alle zusammen“, erzählt Ellen Schierling. In diesem Jahr lautet das Kalendermotto „Alles was fliegt“ und so zeigen die Blätter Insekten, Flugzeuge und auch die ein oder andere Überraschung. „Ein Blatt ist schöner als das andere“, finden die Künstler, die vor allem die viele Arbeit, die in jedem einzelnen Kalender steckt, im Hinterkopf haben, „Teilweise ist der Herstellungsprozess wirklich aufwendig.“ Damit sich die Besucher einen Eindruck verschaffen können, hängen die einzelnen Kalenderblätter in der Werkstatt aus. Die Auflage von 130 Kalender ist heiß gefragt, kaum ein Gast verlässt die Räume ohne den Erwerb.
"Ich bin schon so gespannt auf den neuen Kalender und alle Überraschungen, die sich hier entdecken lassen“, strahlt Iris Kaesehagen, die laut Ellen Schierling „schon seit 150 Jahren" kommt. Die Kunstbegeisterte und das Aqua Tinta-Mitglied kennen sich auf dem Sportverein. „Wir rudern beide“, erklären sie. Doch heute geht es nicht um die nächsten Trainingstermine, sondern um die Ausstellung. „Ich habe noch meine Schwester und meinen Neffen mitgebracht“, erzählt Kaesehagen, deren Begeisterung abzufärben scheint. Gemeinsam wandert die Familie durch die kleinen Räume und lässt sich inspirieren. So geht es auch anderen. Beim Gang auf die Empore kann man Überlegungen zur Umgestaltung ganzer Zimmer lauschen, um die Werke optimal wirken lassen zu können. Ursula Hein-Heusen, eine der Künstlerinnen, berät gern dabei und bringt weitere Vorschläge ein.

Auf der Empore sowie im hinteren Bereich des Ateliers sind weitere Werke der einzelnen Radierer ausgestellt, die ebenfalls erworben werden können. „Dieser weihnachtliche Leporello ist einfach nur schön“, findet Petra Sprick, die zufällig da ist. „Ich bin eigentlich mit einer Freundin verabredet. Sie hat mir sonst immer etwas von hier mitgebracht, weil ich nie Zeit hatte. Aber dieses Jahr kann ich dabei sein. Die Atmosphäre hier ist so schön. Es steckt so viel Arbeit in den Werken und sie sind sehr kreativ“, findet die Essenerin, die sich bereits selbst an der Radierkunst versucht hat und daher weiß, wieviel Arbeit in den individuellen Drucken steckt.
Die Ausstellung in der Krefelder Straße 21 ist am kommenden Sonntag, 2. Dezember, von 12 bis 18 Uhr erneut geöffnet.

Autor:

Meike Coenders aus Essen-West

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