Preis zum Jubiläum: Grugahalle als Big Beautiful Building prämiert

Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (Mitte) sowie Messechef und Geschäftsführer der Grugahalle Oliver P. Kuhrt (rechts) haben die Auszeichnung von Tim Rieniets (links), Professor an der Fakultät für Architektur und Landschaft der Leibniz Universität Hannover, entgegengenommen.
  • Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (Mitte) sowie Messechef und Geschäftsführer der Grugahalle Oliver P. Kuhrt (rechts) haben die Auszeichnung von Tim Rieniets (links), Professor an der Fakultät für Architektur und Landschaft der Leibniz Universität Hannover, entgegengenommen.
  • Foto: Messe Essen
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Zu ihrem 60. Jubiläum wird die Grugahalle in besonderer Weise geschmückt: sie wird als Big Beautiful Building ausgezeichnet. Im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 zeichnet das gemeinsame Projekt der Landesinitiative StadtBauKultur NRW und der TU Dortmund besondere Gebäude der Nachkriegszeit aus und stellt die Ruhrgebietsarchitektur der Wirtschaftswunderjahre ins Rampenlicht.

Erbaut von den Architekten Ernst Friedrich Brockmann und Gerd Lichtenhahn bestimmt die markante Schmetterlingsarchitektur der Grugahalle seit 1958 das Essener Stadtbild. Sie ist kultverdächtige Showbühne, Konzertsaal, Sportkulisse, Zirkusmanege, Eispalast und Heimat für die unterschiedlichsten Veranstaltungsformate. Die Auszeichnung als Big Beautiful Building fällt in das Jubiläumsjahr der Grugahalle, die in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag feiert. Anlass genug, das Augenmerk abseits der Events einmal bewusst auf das Bauwerk zu lenken.

Die Architektur der Nachkriegsmoderne ist eine Architektur des Aufbruchs und der großen Dimensionen, in deren Mittelpunkt die Arbeit mit schwerem Stahl und Beton steht. In den Wirtschaftswunderjahren zwischen 1950 und 1970 sollten die Gebäude robuste Monumente für die Gemeinschaft und gleichzeitig möglichst innovativ und experimentierfreudig sein. Eine Prämisse, die die Grugahalle nicht nur in baulicher Hinsicht, sondern auch in ihrer Funktion als Veranstaltungshalle erfüllt.

Die schmetterlingshafte Form des Gebäudes mit den sich nach oben verjüngenden „Flügeln“ lässt die Grugahalle trotz ihrer Größe leicht und dynamisch aussehen. Die großen Glasflächen und filigranen Fensterprofile tragen ebenfalls zur Leichtigkeit und Eleganz des Bauwerkes bei.
Die Auszeichnung wurde im Rahmen einer kleinen Feier in der Grugahalle überreicht. Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen sowie Messechef und Geschäftsführer der Grugahalle Oliver P. Kuhrt haben den Preis entgegengenommen.

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