Radschnellweg durchs Ruhrgebiet - Für das Pilotprojekt wurde eine Machbarkeitsstudie vorgestellt

So soll die Zukunft des Radschnellwegs nach der Vorstellung aller Beteiligten irgendwann einmal aussehen.                                                                                 Bild: RVR / Metropole Ruhr
  • So soll die Zukunft des Radschnellwegs nach der Vorstellung aller Beteiligten irgendwann einmal aussehen. Bild: RVR / Metropole Ruhr
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Der Radschnellweg Ruhr ist ein Projekt, das die Metropole Ruhr in die Zukunft der Nahmobilität trägt“, erklärt Karola Geiß-Netthöfel, RVR-Regionaldirektorin.

Wie berichtet, fand kürzlich eine Pressekonferenz zu der „Machbarkeitsstudie Radschnellweg Ruhr“ statt. In Essen stellten Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrasstruktur, Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR), und Martin Tönnes, Bereichsleiter Planung des RVR, die zentralen Ergebnisse des Projektes vor. Unterstützung findet das Projekt durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans in Höhe von 370.000 Euro. Über eine Strecke von rund 101 Kilometer soll der Radschnellweg Ruhr mitunter die Städte Duisburg, Mülheim, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund und Hamm miteinander verbinden.

Die Studie als Basis für die Zukunft

Die Studie an sich kann nun aus Sicht der Verantwortlichen in Zusammenarbeit mit den zehn beteiligten Städten und dem Kreis Unna als Basis für die weitere Planung des Radschnellwegs Ruhr gesehen werden. Natürlich ist hierbei wichtig, dass die Kommunen untereinander eng zusammenarbeiten müssen. Außerdem sollten sie dann auch geschlossen mit dem Land und dem Bund kooperieren. Der bei dem Projekt eingeschlagene Weg hätte für Deutschland einen Pilotcharakter und würde zum ersten regional wichtigen Radschnellweg der Bundesrepublik führen. Vorbilder für dieses Vorhaben stammen unter anderem aus Dänemark und den Niederlanden.

Der Schnellweg für Pendler

„Radschnellwege bieten die Chance, dass der Radverkehr gerade für Pendler noch attraktiver wird. Sie machen das Radfahren auf längeren Distanzen schnell und komfortabel“, erörtert Reiche. Eines der wichtigsten Ziele des Projektes ist es, die Aufmerksamkeit weg von den „Freizeitradlern“ hin zu den Pendlern zu bewegen. In Verbindung mit dem verstärkten Aufkommen von Elektrofahrrädern soll es somit möglich sein, bequem per Fahrrad schnell und klimafreundlich den eigenen Arbeitsplatz zu erreichen. Basis für den Radschnellweg soll zum größten Teil eine schon vorhandene Infrastruktur bestehend aus alten Trassen der Deutschen Bahn sein, welche von grundauf kernsaniert werden. „Mit dem Radschnellweg werden täglich bis zu 50.000 Autos weniger die Straßen in der Region belasten“, betont Tönnes. Letztlich ist neben dem ökologischen Aspekt eine Entlastung der Straßen angedacht. Gerade auf der im Berufsverkehr stark befahrenen A 40 könnte dies zu einer erheblichen Verringerung von Staus führen. Die Machbarkeitsstudie sieht für die Umsetzung des Projektes Investionen von insgesamt 183,7 Millionen Euro vor. Über die Art der Finanzierung werden in der folgenden Zeit der Bund, das Land, die Kommunen und der RVR beraten. Der Wunsch aller Beteiligten ist die Eröffnung der Gesamtstrecke für das Jahr 2020. Zu diesem Zeitpunkt feiert nämlich der RVR sein hundertjähriges Bestehen.

Autor:

Marvin Grothus aus Gelsenkirchen

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