"Stühle machen Worte": Pestalozzi-Schüler zeigen, wie das geht

Die Pestalozzi-Förderschule aus Huttrop ist an einer ganz besonderen Ausstellung beteiligt, die vom 23. Oktober bis zum 3. November in der Zentralbibliothek, Hollestraße 3, zu sehen ist: Zwanzig Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene der Pestalozzi-Schule und der Sonderschule Nr. 41 aus der Partnerstadt Zabrze hatten im Rahmen eines gemeinsamen Kunstworkshops, der Mitte Oktober in Essen stattfand, Stühle gestaltet, die nun präsentiert werden

.

Das Kunstprojekt ist Teil eines größeren Projektes unter dem Motto "Ich kann nicht sprechen, aber ich kommuniziere". Die beiden Schulen nehmen gemeinsam am Wettbewerb "Wir in Europa. Ein Ziel. Vielfalt" des Deutsch-Polnischen Jugendwerks teil. Als einzige Förderschulen konkurrieren sie mit Berufskollegs, Gesamtschulen und anderen Regelschulen. Im Oktober 2017 wurden sie unter die zehn Finalisten gewählt. Die Gewinner des Wettbewerbs werden im Februar bei einem Festakt in Berlin gekürt. Die Schirmherrschaft über dieses gemeinschaftliche Projekt der beiden Schulen hat der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen übernommen.

Zum Nachdenken anregen

Im April 2018 trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im April 2018 zunächst in Zabrze, nun im Oktober in Essen. Gemeinsam ist den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen acht und zwanzig Jahren, dass sie sich nicht oder nur unzureichend über Lautsprache verständigen können. Daher kommunizieren sie mittels Gebärden, Piktogrammen und elektronischen Kommunikationshilfen – so auch beim fünftägigen Kunstworkshop "Stühle machen Worte". Unter der Federführung der Kunsttherapeutin Sabine Walther gestalteten die Schülerinnen und Schüler Stühle zu vorher bestimmten Themen. Jedes Objekt war die Gemeinschaftsarbeit von Teilnehmerinnen und Teilnehmern beider Länder. Sie kommunizierten mit einer polnisch-deutschen Piktogrammtafel sowie Gestik und Mimik, um sich über ihr Vorgehen abzusprechen.

Die so entstandenen Stühle sind nicht zum Hinsetzen und Schweigen gedacht, sondern laden durch ihre Vielfältigkeit und Einzigartigkeit zum Hinschauen, sich Gedanken machen, teils zu Aktionen und zum Diskutieren ein. Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen