Verdienste um das Kino: Herbert Strate-Preis 2018 geht an Kinobetreiberin Marianne Menze

Marianne Menze leitet seit 1998 erfolgreich die Lichtburg.
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  • Foto: Frank Vinken
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Die Kinokultur in Essen wurde durch die Verdienste von Marianne Menze mit Erhalt der Lichtburg bereichert. Dafür wird sie mit dem Herbert Strate-Preis 2018 ausgezeichnet.

Die Betreiberin der Essener „Lichtburg“, Marianne Menze, erhält in diesem Jahr den mit 20.000 Euro dotierten Herbert Strate-Preis. Die von der Film- und Medienstiftung NRW und dem HDF Kino e.V. seit 2004 jährlich vergebene Auszeichnung ehrt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um das deutsche Kino verdient gemacht haben. Die 15. Verleihung findet am Dienstag, 6. November, im Rahmen des Kinoprogrammpreis NRW in Köln statt.
„Marianne Menze hat die Lichtburg in Essen zu einem Aushängeschild mit überregionaler Strahlkraft gemacht. Gemeinsam mit ihrem Mann Hanns-Peter Hüster rettete sie das größte und für viele auch schönste Lichtspielhaus Deutschlands vor der Schließung. Ihr gelingt es bis heute, den historischen Kinopalast zu bewahren und mit Leben zu füllen. Durch ihr unermüdliches Engagement für ihr Haus, ihre Leidenschaft für den Film und ihre Begeisterung für die große Leinwand hat sie sich in der Tat in besonderer Weise um das deutsche Kino verdient gemacht“, so Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW und Thomas Negele, Vorstandsvorsitzender des HDF Kino e.V.
Die in Bochum geborene Marianne Menze betreibt als Geschäftsführerin der Essener Filmkunsttheater zusammen mit ihrem Mann Hanns-Peter Hüster neben der Lichtburg weitere Kinos in Essen und Mülheim, so das Filmstudio Glückauf, das Eulenspiegel, das Astra Theater, die Galerie Cinema und das Rio.

Große Verdienste

1998 übernahmen Marianne Menze und ihr Mann die Lichtburg in Essen und bewahrten sie vor einer möglichen Schließung. Nach der grundlegenden Renovierung und Sanierung ­wurde Deutschlands größtes Filmtheater im März 2003 wiedereröffnet.
Für ihren Einsatz für die Interessen unabhängiger Filmschaffender wurde Marianne Menze bei der diesjährigen Berlinale mit dem Ehrenpreis der AG Verleih gewürdigt. Im April wurde sie vom Marketing Club Ruhr als „Kopf des Jahres“ ausgezeichnet, im Juni wurde ihr zudem die Ehrenplakette der Stadt Essen verliehen. Bereits 2013 hatten Marianne Menze und Hanns-Peter Hüster für ihren Einsatz um die Kinokultur das Bundesverdienstkreuz erhalten. Zur Feier des 90-jährigen Bestehens der Lichtburg am 18. Oktober konnte die Kinobetreiberin zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter Wim Wenders, Mario Adorf und NRW-Staatssekretär Nathanael Liminski.

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