Umdenken beim Apfel

Der Neue im Supermarkt: ein Apfel, versehen mit dem 'Warnhinweis', dass er nicht gespritzt wurde und seine Oberfläche Schäden aufweisen könne. Wie man sieht.
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  • hochgeladen von Sabine Pfeffer

Hochglanzäpfel sind out. Der bewusste Verbraucher will kein Obst, das aussieht wie maschinell erzeugt, bei dem also ein Stück so perfekt wie das andere ist. Er will einen quasi handgemachten Apfel.
So jedenfalls sagen es mahnende Stimmen, die nicht nur den einzelnen Apfel, sondern das große Ganze im Auge haben.

Angekommen, sagte man sich neulich im Supermarkt, und stellte einen Korb in die Obstabteilung. Ein Stückchen entfernt von den polierten Kollegen im Regal - ja, die gibt es nach wie vor - waren Äpfel unterschiedlicher Größe und mit einer Oberfläche wie Gott sie schuf: Narben, Hagelschäden, was Angeknabbertes... alles da.
Auf dem Schild eine Sortenbezeichnung, die außer Pomologen wohl kaum einer kennt (Ribston Pepping) und der Name des Bauernhofes, wo der Apfel gewachsen ist. Der Kunde konnte die Herkunft präzise zurückverfolgen und bekam noch den vorsichtigen Hinweis, das Obst sei nicht gespritzt, und die Oberfläche könne Schäden und Unebenheiten aufweisen. Als Warnung sozusagen, man ist als Verbraucher ja nichts mehr gewöhnt.

Ich vertrage Äpfel nicht besonders gut, aber die Überzeugung isst mit, und so griff ich zu. Habe es nicht bereut, es waren sehr leckere Äpfel, leider auch blitzschnell ausverkauft.

Na, geht doch. Weiter so, Supermarkt!

Autor:

Sabine Pfeffer aus Essen-Kettwig

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